Das Ende der Produktionen ist der Beginn der Gastspiele

Mit dem Ende der vier großen eigenen Produktionen beginnt bei den Luisenburg-Festspielen traditionell die Zeit der Gastspiele.

Nach der Operette GRÄFIN MARIZA, die bereits mit Erfolg gespielt wurde, kommt mit der Oper LA TRAVIATA die Landesbühne Sachsen mit einer aufsehenerregenden Produktion auf die Felsenbühne.

Diese dramatische Oper von Giuseppe Verdi ist auf den Opernbühnen dieser Welt eine der am meisten gespielten ihres Fachs.

Nach einer Vorlage von Alexandre Dumas erzählt sie musikalisch die Geschichte einer verzweifelten Liebe, die sich nicht erfüllen kann, weil sie an Konventionen und Vorurteilen scheitert, bis der Tod sie gewaltsam beendet.

Verdi hat die ganze Tragik dieser Liebesgeschichte auf musikalisch unvergleichbare Weise ohne Rücksicht auf ein Publikum komponiert, das diese enthemmte Dramatik auf der Bühne nicht gewohnt war und sich im 19. Jahrhundert schockiert zeigte.

Heute gilt LA TRAVIATA als eine maßstabsetzende realistische und eindrucksvolle Oper, die der Gegenwart ebenso viel zu sagen hat wie den Zeitgenossen Verdis.

Aber damit ist noch nicht Schluß: Mit dem Schauspielklassiker JEDERMANN von Hugo von Hofmannsthal gibt es nach dem Musiktheater ein weltbekanntes Drama, das ebenso wie LA TRAVIATA die Zuschauer vieler Generationen zu fesseln vermag. Auch hier sorgt das Thema und seine Bearbeitung für den Erfolg: Leben und Sterben des Menschen, erzählt am Beispiel eines reichen Mannes und seines Schicksals.

Die Luisenburg-Festspiele setzen die Tradition der großen Gastspiele auch in dieser Saison fort.

Das Bild zeigt eine Szene aus LA TRAVIATA (Foto: Hagen König)

 

Menü