Die letzte große Premiere steht bevor

Die einmalige Schauspiel-Tanz-Theater Produktion der Luisenburg-Festspiele 2016, das Federico Garcia Lorca Stück „Bluthochzeit“, hat nach einer intensiven und konzentrierten Probenphase am Freitag, den 15. Juli um 20.30 Uhr ihre Premiere.

Das berühmteste Stück der neueren spanischen Theaterliteratur, das von einer unerfüllten Liebe erzählt, die an den Konventionen einer erstarrten Gesellschaft scheitert, wird in einer für das Open-Air-Theater vollkommen neuen Form inszeniert.

„Ich wollte Lorcas starke poetische Sprache erhalten und sie mit den Mitteln des modernen Tanzes verbinden,“ sagt die Choreografin und Regisseurin Eva-Maria Lerchenberg-Thöny zu ihrer neuesten Arbeit, “damit das zutage tritt, was hinter den Worten zu erahnen ist: gestaute Gefühle, brennende Leidenschaften und eine emotionale Verzweiflung.“

Die Geschichte – heute aktueller denn je – ist ein zeitloses Fanal gegen Unterdrückung. „In meiner Inszenierung wird deutlich, dass die Liebenden zerstört werden müssen, weil sie sich nicht fügen können,“ so Frau Lerchenberg-Thöny weiter,“ und die Gesellschaft bestraft jede Zuwiderhandlung mit harten Maßnahmen. Das ist weder neu noch vorbei.“

Dieses Schauspiel-Tanz-Theater erfordert „Tänzer, die auch Schauspieler sind und Schauspieler, die eine Tanzausbildung haben“, so die Choreografin, bei der sowohl der Tanz als auch das Schauspiel auf gleich hohem Niveau inszeniert werden.

Mit Maria Kempken, die die Braut tanzt und spielt, als auch mit Marc Schöttner, der ihren Liebhaber Leonardo verkörpert, konnte sie zwei herausragende junge Künstler engagieren, die für dieses neue Format prädestiniert sind.

„Diese beiden sind zusammen mit Katy Karrenbauer als ungeheuer kraftvolle Bräutigam-Mutter meine Idealbesetzung und ich bin froh, dass ich sie für dieses aufregende Theatervorhaben gewinnen konnte“, sagt Frau Lerchenberg-Thöny auf die Frage nach ihrer Besetzung.

Die Luisenburg-Festspiele wollen mit dieser letzten großen Premiere ihrem Ruf als Spielstätte für hochkarätige, neuartige Theaterformen auch in dieser Spielzeit gerecht werden.

„Bluthochzeit“ wird nach der Premiere nur noch sechsmal gespielt, weshalb die Kartenanzahl sehr begrenzt ist.

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