Waldemar Brem in "Die Fahnenweihe" während der Spielzeit 2013. Foto © Florian Miedl

Die Luisenburg-Festspiele trauern um Rudolf Waldemar Brem

Am Donnerstag vergangener Woche starb der Münchner Schauspieler Rudolf Waldemar Brem. Viel zu schnell hatte er den Kampf gegen seine Lungenkrebserkrankung verloren.

Waldemar gehört zum Freundes- und Schauspielerkreis rund um den genialen und viel zu früh verstorbenen Rainer Werner Fassbinder. Mit ihm, seinem Freund hatte er 1968 das „Antitheater“ gegründet und ihn, der ihn auch künstlerisch so entscheidend geprägt hatte, hat Rudolf Waldemar Brem bis zu seinem Tod verehrt. Neben seinen frühen Fassbinder Jahren wurde Waldemar an der Münchner Otto-Falckenberg-Schule zum Schauspieler ausgebildet und spielte dann bei Peymann in Hamburg, Zadek in Bochum oder im Münchner Residenztheater. Im Luisenburg Ensemble war er seit 2007. In diesem Sommer versetzte er das Ensemble in helle Aufregung als er nach einer Vorstellung einen spektakulären Fahrradunfall mit schweren Verletzungen doch glücklich und ohne Folgeschäden überlebte. Unvergessen dann sein schrecklicher und schrecklich komischer Naziführer im Musical „Blues Brothers“  oder der zwielichtige Vater in „Tannöd“. Waldemar war, und das ist ihm hoch anzurechnen,  ein Spezialist für die unangenehmen Rollen. Er konnte so herrlich „fies“ sein! So auch seine letzte Luisenburg Rolle als „Mohrenwirt“  in Ruederers „Fahnenweihe“ im Sommer 2013.

Rudolf Waldemar Brem wurde nur 67 Jahre alt. Sein Weg als Schauspieler, auch auf der Luisenburg, musste viel zu früh enden. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Michael Lerchenberg

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