Die Luisenburg-Festspiele ziehen eine positive Bilanz der Saison 2021

„Unsere Bürger und Gäste wollten in diesem Jahr unbedingt wieder Festspielflair in Wunsiedel erleben“, so der Erste Bürgermeister von Wunsiedel, Nicolas Lahovnik über die Saison 2021, die soeben zu Ende gegangen ist. “Trotz aller Widrigkeiten ist das der Stadt mit ihrem Theater in einer gemeinsamen Anstrengung gelungen. Ich danke allen, die für diesen Erfolg gekämpft haben und bin stolz auf diese Festspielsaison.”

Nachdem im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie kein Spielbetrieb möglich war, konnten in diesem Sommer insgesamt 60.038 Zuschauerinnen und Zuschauer in 114 Vorstellungen endlich wieder Theater auf der Luisenburg genießen.

“Die wichtigste Erkenntnis ist, dass trotz der Krise ein hochwertiger Spielbetrieb mit herausragenden Produktionen möglich ist”, resümiert Birgit Simmler, die künstlerische Theaterleiterin der Luisenburg-Festspiele die Saison. “Die Kunst hat nicht aufgegeben, war stark und anpassungsfähig. Alle Künstlerinnen und Künstler, alle Beteiligte haben erfolgreich gegen Corona gekämpft.”

Trotz der strengen Hygienemaßnahmen zum Schutz der Produktionen und des Publikums erfüllten die Inszenierungen die hohen Erwartungen. “Wir haben keinerlei Abstriche an der Qualität oder dem künstlerischen Gehalt gemacht”, so Birgit Simmler über ihre Arbeit unter Corona, “das hat unser Publikum schließlich über-zeugt. Wir konnten nach einem zurückhaltenden Beginn unter dem Eindruck von Corona im Laufe der Spielzeit das Vertrauen der Zuschauer gewinnen und immer mehr Besucherinnen und Besucher begrüßen.”

Die von den Festspielen angekündigten sechs eigenen Produktionen (DER NAME DER ROSE, DER BRANDNER KASPAR 2, PINOCCHIO, FAUST, DER WATZMANN RUFT, ZUCKER) konnten alle zur Aufführung gebracht werden. Leider mussten die geplanten Opernaufführungen coronabedingt ebenso entfallen wie die Xtra-Reihe im Museumshof und mehrere Konzerte.

Für die verkürzte Spielzeit, die statt am 26. Mai erst am 1. Juli 2021 beginnen konnte, war lange nicht entschieden, wie viele Zuschauerinnen und Zuschauer pro Vor-stellung möglich sind. Erst Ende Juni ließen die Richtlinien einen Spielbetrieb mit bis zu maximal 1.100 belegten Plätzen im Schachbrett-Muster mit Abstandsgebot zu. “Die Herausforderung war, sehr kurzfristig neue Sitzplätze und Karten gemäß der Hygienevorschriften zuzuordnen”, sagt Harald Benz, der kaufmännische Theaterleiter der Festspiele. “Wir haben zusätzliche Vorstellungen geschaffen, so dass ausreichend Kapazität für alle bereits gebuchten Karten vorhanden war und haben alle Kartenbesitzerinnen und -besitzer schriftlich so schnell wie möglich informiert.”

Der Erste Bürgermeister Nicolas Lahovnik betont, dass das oberste Ziel, die Menschen und das Theater zu beschützen, erreicht wurde. “Wir haben mit der durchgehenden Maskenpflicht, der 3G-Regel und der Registrierung von Anfang an einen Weg beschritten, der richtig war”, so Nicolas Lahovnik zum Hygienekonzept der Festspiele. “Im Laufe der Zeit sind viele andere Veranstalter unserem vorsichtigen Ansatz gefolgt, die anfangs weniger konsequent, zum Beispiel beim Maskentragen im Zuschauerraum, waren.” Im Ergebnis gab es dadurch in der gesamten Spielzeit nur zwei zu kontrollierende und gut nachverfolgbare Coronafälle im Publikum.

“Wir sind sehr glücklich, dass es Festspiele gegeben hat”, fasst Birgit Simmler diese Saison zusammen, “und wir danken dem Ersten Bürgermeister Nicolas Lahovnik und dem Landrat des Landkreises Wunsiedel, Peter Berek, für ihren Mut und ihre Unterstützung.”

Die Luisenburg-Festspiele werden aus dieser außergewöhnlichen Saison ihre Lehren ziehen. Sie gehen wohlgerüstet in eine Zukunft, die weitere Herausforderungen bereithalten kann.

 

Foto: Das Festspieltheater im Sommer 2021

 

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