Michael Lerchenberg als Großvater in "Der verkaufte Großvater" 2016

Der Intendant springt in die Bresche

Michael Lerchenberg übernimmt die Rolle des Großvaters für den erkrankten Michael Altmann, um die gerade erst mit großem Publikumserfolg angelaufenen Vorstellungen des Komödienklassikers „Der verkaufte Großvater“ zu retten. Der Intendant, der noch im letzten Sommer als Boandlkramer im „Brandner Kaspar“ Triumphe feierte, hat sich kurzfristig entschlossen, die Rolle des Großvaters selbst zu übernehmen.

Michael Altmann ist seit Montag erkrankt und es ist noch nicht absehbar, wann er wieder auf die Bühne zurückkehren kann. „Wir wünschen unserem Kollegen alles Gute und hoffen, dass er ganz schnell gesundet“, sagte Michael Lerchenberg. „Ich habe ihm verboten, über eine vorzeitige Rückkehr nachzudenken. Er wollte ja unbedingt spielen. So wichtig Theater ist, die Gesundheit geht immer vor. Da lasse ich nicht mit mir reden.“

Michael Lerchenberg und das Ensemble beginnen sofort mit den Umbesetzungsproben um die nächste Vorstellung am Freitag, den 1. Juli 2016 spielen zu können. „Wir haben viel zu tun, denn der Ausfall der Hauptrolle erfordert intensive neue Abstimmungen und bedeutet für uns eine schauspielerische Herausforderung. Aber wir werden es bis Freitag schaffen und das Publikum wird unvorhergesehener Weise eine Premiere erleben“, so der Regisseur und Intendant, der auch in diesem außergewöhnlichen Fall betont, dass es an der Qualität der Aufführungen keinerlei Abstriche oder Kompromisse geben wird.

Lerchenberg, der gehofft hat, die Rolle des Großvaters erst in 20 Jahren spielen zu müssen, wird sich der Situation stellen und das Beste daraus machen. „Man kann es sich nicht immer aussuchen und wenn es erforderlich ist, springe ich in die Bresche“, sagt der Intendant vor Beginn der Umbesetzungsproben.

Das ganze Haus wünscht „Großvater“ Michael Altmann gute Besserung und hofft, dass er im Juli wieder gesund auf die Bühne zurückkehren wird, wenn es sich erholt hat.

 

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