Ankleiderin

Geboren 1964 in Mönchengladbach, begann ihre Sehnsucht nach Freiheit schon früh. Als Kind zog sie im Spiel mit einem Planwagen, einem Pferd davor und einem Hund an der Seite durch die Lande. Was damals Fantasie war, blieb als innere Bewegung und wurde später zu ihrem Weg.
33 Jahre arbeitete sie als Linienbusfahrerin und legte unzählige Kilometer zurück. Das Unterwegssein, das Ankommen an wechselnden Orten und die Begegnungen mit Menschen nährten schon früh ihr Gefühl von Weite. Parallel dazu begleiteten Theater und Musik ihr Leben.
In einer Laientheatergruppe entstanden gemeinsam entwickelte Stücke – vom Bühnenbild bis zum Spiel auf der Bühne. Über viele Jahre war sie außerdem in der Mittelalterszene aktiv: mit eigenem Heerlager, kleinen Rollen in Gruselgassen, bei Pestumzügen und Burgbelebungen sowie musikalischen Beiträgen auf Sackpfeife und Laute
Musik ist für sie etwas zutiefst Persönliches. Die Gitarre begleitet sie durch leise wie helle Zeiten und aus diesem Spiel heraus entstanden eigene Lieder – zunächst für sich selbst, später auch für Taufen, Jugend¬evangelisationen und andere Anlässe innerhalb der Gemeinde.
Als ihre vier Söhne erwachsen waren, öffnete sich Raum für Veränderung. Vor zehn Jahren baute sie einen Transporter zum Wohnmobil um und gewann damit die Freiheit, dort zu leben und zu arbeiten, wo es sich stimmig anfühlt. Für 15 Monate fand sie auf dem Theaterschiff in Lübeck ein Zuhause und begegnete vielen wunderbaren Menschen – Begegnungen, die Spuren hinterließen und einen festen Platz in ihrem Herzen haben.
Freiheit bedeutet für sie Bewegung, Verbundenheit und das Ankommen bei Menschen und an Orten, die ihr Zuhause sind ihre Seele bereichern.
Nun öffnet sich ein neuer Abschnitt: die Luisenburg – Festspiele, ein Ort voller Geschichten, Begegnungen und gemeinsamer Momente – ein weiterer Schritt auf ihrem Weg, der Freude, Kreativität und neue Verbindungen verspricht …