Boandlkramer holt Kurt Wilhelm Die Luisenburg-Festspiele trauern um Kurt Wilhelm, der 86-jährig am Christtag in München verstorben ist. Er ist der Vater des legendären Erfolgsstückes "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben". In den Festspielsommern 1983 und 84, ferner im Jahr 98, war sein Stück ein beliebter Zuschauermagnet. Auch in der letzten Inszenierung 2009 war uns mit dem Stück von Kurt ein großer Wurf auf der Luisenburg gelungen. Ein Erfolg, den wir im kommenden Festspielsommer gerne fortsetzen und verlängern. Aber nicht nur als Autor war Kurt Wilhelm auf unserer Bühne erfolgreich. Mit seiner "Der G'wissenswurm"-Inszenierung im Sommer 1965, damals mit über 61.000 Besuchern, setzte er neue Maßstäbe. Er selbst hatte auch 1983/84 für seinen "Brandner Kaspar" auf der Luisenburg Regie geführt und zur Legende dieses Stückes beigetragen. Ich selbst durfte Kurt Wilhelm schon 1978 kennenlernen. Er engagierte mich, damals noch Schauspielschüler, für den Ruepp Michi, meine erste Hauptrolle, in der Verfilmung des Ludwig-Thoma-Romans "Der Ruepp". Guten Gewissens darf ich sagen, er hat mich damals entdeckt und ohne ihn wäre ich heute nicht das, was ich bei Film und Fernsehen und als Theatermann, auch und gerade auf der Luisenburg, geworden bin. Seine Krankheit hat es leider verhindert, persönlich noch unsere aktuelle "Brandner"-Inszenierung zu besuchen, aber mittels Videokassette war er wohlunterrichtet und - glücklich. Was mir persönlich sehr wichtig war. Jetzt hat sein Boandlkramer ihn wohl ins Paradies blicken lassen und Kurt ist dort geblieben - "so wie es ihm aufgesetzet war". Michael Lerchenberg |