Luisenburg-Festspiele 2009 - von Kobell / Wilhelm "Der Brandner Kaspar und das ewig Leben" - mit Dieter Fischer als Portner, Jürgen Fischer als Erzengel Michael und Adolf Adam als Turmair (Foto: Bessermann) - in dern Hauptrollen: Alfred Schedl als Brandner und Michael Lerchenberg als Boandlkramer

Klicken Sie hier auf "Perspektiven" und fühlen Sie sich mit den 3D-Animationen wie im Zuschauerraum und auf der Luisenburg-Bühne, bzw. testen Sie jetzt schon, wo Sie sitzen werden. Wenn Sie hier klicken, zeigt Ihnen ­ nur während der Festspielzeit ­ die Web-Cam einen aktuellen Blick auf die Bühne.

Boandlkramer holt Kurt Wilhelm

Die Luisenburg-Festspiele trauern um Kurt Wilhelm, der 86-jährig am Christtag in München verstorben ist.

Er ist der Vater des legendären Erfolgsstückes "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben". In den Festspielsommern 1983 und 84, ferner im Jahr 98, war sein Stück ein beliebter Zuschauermagnet. Auch in der letzten Inszenierung 2009 war uns mit dem Stück von Kurt ein großer Wurf auf der Luisenburg gelungen. Ein Erfolg, den wir im kommenden Festspielsommer gerne fortsetzen und verlängern. Aber nicht nur als Autor war Kurt Wilhelm auf unserer Bühne erfolgreich. Mit seiner "Der G'wissenswurm"-Inszenierung im Sommer 1965, damals mit über 61.000 Besuchern, setzte er neue Maßstäbe. Er selbst hatte auch 1983/84 für seinen "Brandner Kaspar" auf der Luisenburg Regie geführt und zur Legende dieses Stückes beigetragen.

Ich selbst durfte Kurt Wilhelm schon 1978 kennenlernen. Er engagierte mich, damals noch Schauspielschüler, für den Ruepp Michi, meine erste Hauptrolle, in der Verfilmung des Ludwig-Thoma-Romans "Der Ruepp". Guten Gewissens darf ich sagen, er hat mich damals entdeckt und ohne ihn wäre ich heute nicht das, was ich bei Film und Fernsehen und als Theatermann, auch und gerade auf der Luisenburg, geworden bin.

Seine Krankheit hat es leider verhindert, persönlich noch unsere aktuelle "Brandner"-Inszenierung zu besuchen, aber mittels Videokassette war er wohlunterrichtet und - glücklich. Was mir persönlich sehr wichtig war.

Jetzt hat sein Boandlkramer ihn wohl ins Paradies blicken lassen und Kurt ist dort geblieben - "so wie es ihm aufgesetzet war".

Michael Lerchenberg

 

Aktuell: Michael Lerchenberg, seit 2004 Intendant der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel, die im kommenden Jahr auf eine 120 Jahre alte Tradition zurückblicken können, hat seinen Vertrag mit der Stadt Wunsiedel bis einschließlich Sommer 2013 verlängert. In den zurückliegenden sechs Jahren seines Wirkens konnte er die durchschnittlichen Besucherzahlen, im Vergleich zu seinen Vorgängern, um über 15.000 Besucher auf über 137.000 allsommerlich steigern. Das Spielplanangebot wurde kontinuierlich erweitert. So gab es unter den alljährlichen 4 Eigenproduktionen bislang 4 Uraufführungen und 9 Wunsiedler Erstaufführungen. Besonders erfolgreich waren dabei die Einführung von musikalischen Eigenproduktionen, wie etwa "Anatevka" oder Orffs "Bernauerin" und die Einbeziehung des ernsten, anspruchsvollen Volkstheaterrepertoires in den Spielplan. Unter Lerchenberg wurde auch die technische Ausstattung der Bühne kontinuierlich erweitert, etwa durch die Ergänzung der Licht- und Tonanlage. Derzeit steht ein Um- und Ausbau des 50 Jahre alten Betriebs- und Werkstättengebäudes mit einer Bausumme von 15 Mio. € vor der Realisierung.

Die Spielplan-Vorschau für 2010 finden Sie hier! ­ Die Termine 2010 hier!

Der Vorverkauf hat begonnen - sensationell! Und dies nicht nur für das Gastspiel von HAINDLING, das innerhalb von nur 5 Stunden restlos ausverkauft war. Am ersten Tag erreichten uns bis zu 6 Anrufe pro Sekunde! Sichern Sie sich also frühzeitig Ihre Karten!

Sensationell: am 28. Januar, knapp 5 Monate vor der Saisoneröffnung, wurde bereits die 100.000. Karte verkauft. Der Käufer stammt aus Wuppertal .und könnte damit auch noch den Entfernungsrekord für sich verbuchen.

Wegen dieser großen Nachfrage wurde bereits jetzt am Di. 20. Juli, 20.30 Uhr, eine Zusatzvorstellung vom "Brandner Kaspar" disponiert.