Ein Windrad steht mitten auf der Felsenbühne

Luisenburg-Festspiele setzen auf Windkraft direkt auf der Bühne

Die Luisenburg-Festspiele überraschen in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen – und auf den ersten Blick fast unglaublichen – Neuerung: Auf der historischen Felsenbühne wurde ein eigenes Windrad errichtet. In der Nachhaltigkeitsstrategie der Festspiele ist dies der konsequent nächste Schritt in Richtung klimaneutraler Theaterbetrieb.

Ein Windrad zwischen Felsen und Kulissen

Laut Festspielleitung wurde das rund acht Meter hohe Mini-Windkraftwerk in den vergangenen Wochen unter strengster Geheimhaltung aufgebaut. Es soll angeblich die komplette Beleuchtung des Abendspielplans mit erneuerbarer Energie versorgen.

„Wir haben die einmalige Topografie der Felsenbühne genutzt. Durch die natürliche Windschneise erreichen wir hier Werte, von denen andere Bühnen nur träumen,“ schwärmt der technische Leiter der Festspiele.

In die Inszenierungen der Festspiele soll das Windrad ästhetisch mit eingebunden werden. Die Regieteams haben bereits begonnen, das Windrad dramaturgisch zu nutzen. Herausfordernd wird noch das Musical. Damit die Rotationsgeräusche des Windrades die Inszenierung nicht stören, soll der Takt der Musik stets an die Drehgeschwindigkeit angepasst werden. Die ersten Proben waren hier bereits sehr vielversprechend.

Ein Windrad steht mitten auf der Felsenbühne