Am Samstag kam das Sams zurück

Familienstück von Paul Maar mit der Musik von Günter Lehr

Wenn das Sams zurückkommt, dann …

Wie die Geschichte weitergeht

Das Sams ist weg. Und Herr Taschenbier vermisst sein Sams, dieses kleine rüsselnasige Wesen mit roten Haaren so sehr, dass er sich alle Mühe gibt, es endlich wieder in seine Arme zu schließen.
Aber, wie bekommt man ein Sams zurück? Ganz einfach, indem man die Wochentage ernstnimmt, damit am Samstag Sams Tag ist: am MONtag kommt Herr Mon, am DIENSTag ist Dienst, am MITTwoch ist die Mitte der Woche, am DONNERstag muss es donnern und am FREItag nimmt sich Herr Taschenbier frei. Gesagt, getan.

Weiterlesen

Und siehe da, es klappt. Am Samstag kommt das Sams zurück und bringt Herr Taschenbier neue Wunschpunkte, mit denen sich Wünsche erfüllen lassen. Allerdings ist es mit dem Wünschen so eine Sache – wer sich verwünscht, seine Wünsche nicht gut und genau überlegt, der steht am Ende mit leeren Händen da.
Zum Glück gibt es eine Wunschmaschine, die Wünsche aller Art erfüllen kann, wenn man versteht, sie zu bedienen. Was Herr Mon nicht versteht, weshalb sein Papagei, Herr Kules, bald ohne Ende plappert und alle hin und her und rauf und runter gewünscht werden.

Dieser Herr Lürcher, der dem Sams und Herrn Taschenbier nicht über den Weg traut, blamiert sich bei der Polizei und sorgt sich um die Ordnung. Die wiederum interessiert das Sams überhaupt nicht, vielmehr will es immer essen und verdrückt in einem Restaurant die Speisekarte. Das stillt den Hunger nicht, führt aber zum Rauswurf und der Erkenntnis, dass eine Reise vielleicht die Dinge wieder ins Lot bringen kann.

Herr Taschenbier „verwünscht“ sich und das Sams auf eine Südseeinsel, auf der sie von einem Jäger zur Verzweiflung gebracht werden und sich fragen, wie sie denn jemals wieder nach Hause kommen sollen. Herr Mon hilft da unfreiwillig und am Schluss widersprechen sich die Wünsche und das Chaos ist perfekt.
Herrn Taschenbier bleibt die Gewissheit, dass jeder Wunsch genau überlegt sein muss, besonders der letzte den er noch übrig hat.

Was Herr Taschenbier sich mit dem allerletzten Wunschpunkt sehnlichst wünscht, ist eigentlich glasklar: das Sams möge für immer bleiben!

Simone Bartzick als Sams und Norbert Heckner als Herr Taschenbier

Herr Taschenbier (Norbert Heckner) und das Sams (Simone Bartzick) (© Luisenburg-Festspiele / Florian Miedl)

„Es gibt total viel zu lachen“

Die Pressestimmen zum Sams

Mir Paul Maars Fortsetzung seiner Familienposse eröffnet die Luisenburg vor Hunderten johlender Kinder ihre Sommertheatersaison“, schreibt Michael Thumser in DIE FRANKENPOST. „Und wieder inszeniert Susi Weber, die weiß, welcher Schabernack Horden kleiner Zuschauer zum Johlen bringt“ heißt es weiter.

Die Akteure behaupten sich mit imponierender (…) Stimmkraft und mit einem Körpereinsatz, der unablässig muntere Blödelei und kuriose Alberei erlaubt“, findet DIE FRANKENPOST und sagt über die „grandios rotzfreche“ Simone Bartzick als Sams, dass sie mit Po und Bauch in ihrem blauen Taucheranzug „gehörig über die Bühne wackelt“ und „einen schrägen Geistesblitz nach dem anderen verschießt“.

Weiterlesen

Über Johan Anzenberger, der als Herr Kules „bunt und beredt mitsamt seinem Vogelbauer einherstolziert“ und in dessen Musikalität als Erzähler sich die „leichtfüßig choreografierte Aufführung“ konzentriert, ist Michael Thumser begeistert.
Auch das Ensemble wird gelobt – so gehen alle Wünsche in Erfüllung.

Ulrike Sommerer im NORDBAYERISCHEN KURIER sagt, dass „die Figuren der Geschichte alle genauso sind, wie man sich das vorstellt.“ Deshalb empfiehlt sie „das müsst ihr euch ansehen“, denn „das Stück macht so gute Laune, dass ich begeistert bin.“

Im Internet heißt es bei Holger Stiegler (BAYERN ONETZ), dass „das Sams zum Verlieben und Knuddeln“ ist und „dass die Bühne hervorragend in das Geschehen eingebaut wird“. Er lobt, dass „auf unterschiedlichen Ebenen gespielt, getanzt und gesungen wird“, weshalb es einen „dicken Applaus für Regisseurin Susis Weber und ihrem Team“ gibt. Sein Resümee: Das Familienstück sorgt „für beste Unterhaltung im Publikum“.

Wolfgang Schoberth schreibt in DER FRÄNKISCHE TAG, dass “nicht nur die Hauptrollen Glanzlichter setzen, sondern auch die Nebenrollen sich profilieren”. Er lobt neben Simone Bartzick, “die in der Titelpartie einfach goldig ist, sie ist an Beweglichkeit nicht zu übertreffen”  auch Norbert Heckner, der “als Herr Taschenbier staubtrocken und mit viel Herz überzeugt”.

Franz Josef Strohmeier “gibt den Herrn Lüscher mit sichtlichem Vergnügen” und Johann Anzenberger “brilliert in seiner Dreifach-Partie (…). Er wird zum Liebling der Kinder, die nach Zugaben schreien”. Sein Resümee ist: “Ein Spiel voller Gags und haarstäubender Blödeleien (…) Ein enormer Erfolg – das Ensemble wird von den 1400 Zuschauern stürmisch gefeiert.”

Simone Bartzick als Sams und Norbert Heckner als Herr Taschenbier

Das Sams (Simone Bartzick) und Herr Taschenbier (Norbert Heckner) (© Luisenburg-Festspiele / Florian Miedl)

Am Samstag kam das Sams zurück
von Paul Maar mit der Musik von Günter Lehr

Regie: Susi Weber
Musikalische Leitung: Günter Lehr
Bühne:
Peter Engel
Choreografie: Regina Weber
Kostüme:
Heide Schiffer-El Fouly

Regieassistenz: Mario Zuber
Leitung Licht: Rolf Essers
Leitung Ton: Tobias Busch
Ton: Otto Geymeier
Leitung Kostüm:
Eva Praxmarer
Leitung Maske: Sebastian Weber
Leitung Requisite: Christiane Winter
Inspizienz: Günter Ziegler
Souffleuse: Susanne Nagusch
Technische Leitung: Jörg Brombacher
Regiepraktikantin: Nina Holzhausen

Erzähler/Oberkellner/Herr Kules:
Johann Anzenberger

Herr Taschenbier:
Norbert Heckner

Sams:
Simone Bartzick

Frau Rotkohl:
Gabi Dossi

Herr Mon:
Paul Kaiser

Herr Lürcher:
Franz Josef Strohmeier

Frau Jäger/Dame 1 im Restaurant/Passantin:
Adela Florow

Polizist 1/Passantin/Gast im Restaurant:
Eva Bauriedl

Polizist 2/Jäger/Passant/Gast im Restaurant:
Benedikt Zimmermann

Passant/Herr 1 im Restaurant, der Eisbär:
Günter Ziegler

Passantin/Frau Senator:
Uschi Reifenberger

Die Fotos vom Sams

Ist das Sams eigentlich fränkisch?

Paul Maar und seine unvergleichliche Figur des Sams

Ein Wesen mit einer Rüsselnase, blauen Punkten im Gesicht, einer ausgeprägten Fresssucht, die am kugelrunden Bauch für jedermann sichtbar ist, kann es grundsätzlich überall geben. Vorausgesetzt es ist Samstag.
Auf der anderen Seite hat der geistige Vater des Sams, Paul Maar, soviel Biografisches in den Geschichten dieses Märchenwesens verarbeitet, dass der Verdacht, das Sams sei fränkischen Ursprungs, nicht von der Hand zu weisen ist.

Weiterlesen

Paul Maar ist Franke. 1937 in Schweinfurt geboren, aufgewachsen in den Kriegswirren auf dem unterfränkischen Land, ist er groß geworden zwischen den Härten des Landlebens und der unstillbaren Sehnsucht nach einer glücklichen, friedlichen Kindheit.

Diese Jahre, als Deutschland faktisch und geistig in Trümmern lag, waren für die Kinder der Kriegsgeneration eine äußerst harte Schule, die viele von ihnen nicht unbeschadet überstanden haben. Das Über- und Weiterleben war das einzige Ziel, dem alle anderen Wünsche und Hoffnungen untergeordnet waren.

So auch die Fantasie, der kindliche Spieltrieb und die Chance, etwas Eigenes aus seinem Leben zu machen. Paul Maar berichtet, dass seine Kindheit eine des Mangels war, die man mit Geschichten und Büchern auffüllen musste, so es die denn gab.

Viele Jahre später – Paul Maar ist erwachsen, Illustrator und Autor und lebt in Bamberg – ist seine Sehnsucht nach Kindergeschichten und einer Welt, in der die Vorstellungen der Kinder Platz finden, ungebrochen. Aus seinen Erfahrungen, auch denen der Reduktion und des Unglücks, zieht er die Konsequenzen und erfindet eine Gegenwelt, die für Kinder geschaffen ist.

Mit der Figur des Sams gelingt ihm ein genialer Wurf, mit der er einerseits die kleinkarierte Welt der Erwachsenen und ihrer Absurditäten liebevoll spöttisch aufs Korn nimmt und andererseits der ungezogenen und hemmungslosen Lebenslust der Kinder Raum gibt.

Er stattet diese Fantasiewelt mit dem geistigen und sozialen Mobiliar der Gegenwart aus und so finden wir uns darin wieder: unsere Schwächen und Übertreibungen, unsere Sorgen und Dummheiten, unsere Spießigkeit und unseren Sinn für das Falsche.

Die Frage, was denn nun am Sams fränkisch ist und was nicht, muss man anders beantworten: Überall da, wo das Sams auftaucht, ist Franken.

Denn das Sams ist wie ein Spiegel, in dem wir uns selbst sehen. Ob in Franken oder anderswo.

Simone Bartzick als Sams

Das Sams (Simone Bartzick) (© Luisenburg-Festspiele / Florian Miedl)

Das Sams war schon mal da…

Wie die Geschichte begonnen hat

Als Einziger errät Herr Taschenbier, prominent besetzt mit Norbert Heckner, dass es sich bei dem kleinen Etwas, das an einem Samstag auf der Straße sitzt, nur um ein SAMS handeln kann. Und ehe er sich versieht, geht das SAMS, gespielt von Simone Bartzick, mit ihm nach Hause und nennt ihn ab sofort “Papa”. Neben seiner Angewohnheit laut zu singen und zu reimen, kann es blitzschnell rechnen und mit den blauen Punkten sogar Wünsche erfüllen.

Spielplan “Am Samstag kam das Sams zurück”

Datum & Uhrzeit Aufführung Karten
Di. 31.05.2016 15:00 Am Samstag kam das Sams zurück öffentl. Generalprobe
Mi. 01.06.2016 10:00 Am Samstag kam das Sams zurück Premiere
Do. 02.06.2016 10:00 Am Samstag kam das Sams zurück
Sa. 11.06.2016 15:00 Am Samstag kam das Sams zurück
So. 19.06.2016 15:00 Am Samstag kam das Sams zurück
Do. 23.06.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
So. 26.06.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Di. 28.06.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Sa. 02.07.2016 15:00 Am Samstag kam das Sams zurück
So. 03.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Di. 05.07.2016 10:00 Am Samstag kam das Sams zurück
Do. 07.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
So. 10.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Do. 14.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
So. 17.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Mi. 20.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Do. 21.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Sa. 23.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
So. 24.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Sa. 30.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
So. 31.07.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
Di. 02.08.2016 20:30 Am Samstag kam das Sams zurück einzige Abendvorstellung
Sa. 06.08.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück
So. 07.08.2016 10:30 Am Samstag kam das Sams zurück

Änderungen und Ergänzungen vorbehalten.

Menü