Newsletter der Luisenburg-Festspiele 03/2023

Die Felsenbühne kommt nicht mehr zur Ruhe!

Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, hat die Festspiele feierlich eröffnet. Auf dem Staatsempfang zu Ehren der Festspiele fanden Kunst, Politik, Wirtschaft und Sport zueinander und sprachen bei Bier, Wein und Sekt über Gott und die Welt. Wir haben die Bilder dazu.

FRANKENSTEIN hat die Festspiele eröffnet – das Publikum war begeistert. Und die Presse? Wir haben ein paar Stimmen gesammelt.

Eine Premiere nach der anderen, das sind die Festspiele mitten im Juni. Freitag FRANKENSTEIN, gestern BRANDNER KASPAR 2 und morgen CAVEMAN. Und SISTER ACT steht kurz bevor.

Ein Staatsempfang für die Luisenburg-Festspiele
Es ist Tradition, dass die Staatsregierung die Saisoneröffnung feiert

Bei der Eröffnung der diesjährigen Festspielsaison am 16. Juni hatten die Rednerin und die Redner noch Glück. Bei Birgit Simmler, die mit einer Grundsatzrede den Beginn der Saison auf solide Füße stellte, war es noch trocken. Auch der Erste Bürgermeister Nicolas Lahovnik konnte die Gäste mit viel Wind, aber ohne Regen begrüßen. Mit dem Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, begann das Wetter umzuschlagen und die Premiere von FRANKENSTEIN fand im Regen statt. Das sind Open-Air-Bedingungen, die dem Abend seinen Charakter geben.

In Anwesenheit zahlreicher Prominenz aus Politik, Kultur, Verwaltung und Wirtschaft betonte Markus Blume, dass „die Luisenburg-Festspiele die Salzburger Festspiele des Fichtelgebirges sind.“

Er fuhr fort mit der Einschätzung, dass „bei diesen Festspielen nicht nur der Spielort der ältesten Freilichtbühne Deutschlands außergewöhnlich ist, sondern auch das diesjährige Motto ‚Anderswelten.“ Hier zeige sich der hohe Anspruch in Wunsiedel. „Denn die Welt ist ihnen nicht genug. So viel kreativer Innovationsgeist zahlt sich aus: Ich bin sicher, diese Spielzeit wird ein unvergessliches Erlebnis!“

Diesen lobenden Worten folgte ein langer Abend für den Kunstminister, der bei dem anschließenden Staatsempfang zu Ehren der Festspiele das Ensemble und das Kreativteam von FRANKENSTEIN persönlich begrüßen konnte. Die geladenen Gäste waren sich einig, dass mit dieser Uraufführung der Anspruch der Festspiele, einen wichtigen Beitrag zum neuen deutschen Musiktheater geleistet zu haben, erfüllt wurde.

Damit, so betonte es auch Birgit Simmler an diesem besonderen Abend, vereinen sich auf der Luisenburg der hohe Anspruch der Kunst mit dem Unterhaltungs-bedürfnis des Publikums. Dass die Festspiele ihre künstlerische Relevanz mit dem Gesamtprogramm auch in diesem Sommer beweisen werden, stand für die Premierengäste außer Frage.

Bis tief in die Nacht konnten sich die Gäste mit den Künstlerinnen und Künstlern austauschen und man genoss den Sommerabend ohne Einschränkungen.

Fotos: Bildserie Eröffnung der Festspiele (Florian Miedl)

Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl
Eröffnung und Staatsempfang 2023
© Florian Miedl

FRANKENSTEIN ist endlich auf der Felsenbühne

Die Premiere am 16. Juni hat das Publikum begeistert. Und die Presse?

Mit dem Musikdrama FRANKENSTEIN wagen sich die Festspiele an ein Theater, das opulent und gewaltig alle Sinne anspricht und gleichzeitig brisante gesellschaftliche Themen behandelt.

Beim Publikum hat die Uraufführung des Musicals von Kevin Schroeder und Marian Lux Wirkung gezeigt: Mit stehenden Ovationen bedankten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer beim Ensemble und dem Produktionsteam.

Die Presse reagiert auf FRANKENSTEIN ebenfalls beeindruckt: „Das ausdrucksstarke Musical-Drama schafft den Spagat zwischen Psycho-Thriller und Herz-Schmerz-Romantik, ohne die wichtigste aller Fragen außer Acht zu lassen: Die nach den Grenzen der Wissenschaft.“

Das Fazit ist eindeutig: „Nicht nur visuell, sondern auch akustisch holt die neue Wunsiedler Produktion, die im Herbst ans Stadttheater Fürth weiterwandert, das Stück ins Heute. Unentwegt wechseln sich Electronic-Beats und Rocksongs ab mit Duetten, Chorstücken und Filmmusik-Klängen.“

Der Neue Tag sieht in der Uraufführung des Musicals FRANKENSTEIN „eine Sternstunde des modernen deutschsprachigen Musicals.“

Besonders fasziniert ist die Frankenpost von der Darbietung des Hauptdarstellers Jonas Hein, denn er „gibt diesen jungen Wissenschaftler eindrucksvoll als einen zerrissenen Sucher, dem alle Zügel entgleisen.“ Aber auch Mareike Heyen „als geradlinige Elisabeth Lavenza“ kann das Publikum und die Presse von sich überzeugen.

„So plastisch verdeutlichen nicht nur das ausdrucksstarke Ensemble mit Musik (Marian Lux) und Choreografie (Bart de Clercq), sondern auch Bühnenbild und Kostüme (Adam Nee), worum es gerade geht.“ Mit diesen Worten lobt der Nordbayerischen Kurier die außerordentliche Arbeit des Kreativ-Teams von FRANKENSTEIN.

In der Amberger Zeitung vergleicht die Presse die Inszenierung mit den großen Produktionen von Stage-Entertainment, die neben dem Cast vor allem dem Kreativ-Team zu verdanken ist.

Die Frankenpost stellt aber auch weitere Mitglieder des FRANKENSTEIN-Ensembles besonders heraus: So interpretiert Torsten Ankert „mit Ledermantel, Zylinder und goldenem Megafon den pseudo-honorigen, skrupellosen Karrieristen, der Frankensteins Genialität auszunutzen versteht.“ Timo Stacey bringt mit seiner Figur des Henry Clerval „jugendlichen Schwung“ in das Stück.

Der Nordbayerische Kurier ist insbesondere von dem geheimnisvollen Waldmädchen Mara begeistert. „Faye Bollheimer spielt sie als zartes Zauberwesen, in dessen vermeintlich heiles Wald-Weltbild sich Henry verguckt.“

Der Neue Tag lobt vor allem die Hauptfiguren der Uraufführung: „Jonas Hein verkörpert Viktor Frankenstein, der alle Gefühlswelten durchläuft. Hein stemmt alle Schattierungen von Wahn bis Euphorie, von schüchtern bis überheblich, von emotional bis abgeklärt mit Bravour – gesanglich und schauspielerisch. Dasselbe gilt für Timo Stacey und Torsten Ankert”.

Die Musik, die Ensemble-Nummern, aber auch „die fulminanten Duette in unterschiedlichen Konstellationen“ machen die Uraufführungen für die Presse zu einem eindrucksvollen Erlebnis für das gesamte Publikum.

Alle Unentschlossenen beruhigt die Presse und legt ihnen ein Besuch des Musicals FRANKENSTEIN wärmstens ans Herz: „Das neue Musical von Kevin Schroeder (Buch und Liedtexte) und Marian Lux (Musik) ist auch kein Horror-Stück, wie man vermuten könnte. Das Auftragswerk der Luisenburg-Festspiele ist ein Kleinod über menschliche Beziehungen in einer immer komplexer werdenden Welt, ein Werk über uns Menschen selbst. Man kann sich aber auch einfach unterhalten lassen – an den Wow-Effekten erfreuen, an den gelungenen Ballett-Szenen, den prächtigen Kostümen und den zu Herzen gehenden Songs sowie der wirkungsvollen, sich aus vielen Stilen und Genres speisenden Musik.“

„Es sind durchaus philosophisch-moralische Fragen, die das Musical aufwirft. Und doch geht es in dem Stück darüber hinaus auch um Freundschaft, um Liebe, um das Leben und den Tod in all ihren Schattierungen“, folgert die Presse nach der gelungenen Premiere am Freitag.

Die Amberger Zeitung resümiert am Ende: „Diesem Musical steht eine große Zukunft bevor.“

FRANKENSTEIN
© Florian Miedl

Die Woche der Komödien bei den Festspielen

Mit DER BRANDNER KASPAR 2 und dem Gastspiel CAVEMAN sind in dieser Woche die Komödien am Start.

Komödie ist nicht gleich Komödie. In dieser Woche zeigen die Festspiele zwei Lustspiele, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Einmal geht es in einem großen Solo um Männer und Frauen, oder besser gesagt um das seit Urzeiten existierende Problem der Beziehung zwischen den Geschlechtern.

Martin Luding, ein Comedian der Extraklasse, nimmt sich der Frage an, warum Männer immer sind wie Männer und Frauen wie Frauen. Dabei geht er weit zurück, genauer gesagt bis in die Steinzeit, um mit seinen Worten und seinem Körper zu zeigen, dass sich seitdem nichts geändert hat: Männer jagen, Frauen sammeln.

CAVEMAN ist von einer das Zwerchfell erschütternden Komik, die gerade deshalb so schlagartig wirkt, weil beinahe alle seelentief in Beziehungen stecken, die sich im Grunde stark ähneln. Wir sind weniger Individuen als vielmehr Mann oder Frau.

Martin Luding, der am 22. Juni um 20:30 Uhr erstmals auf der Bühne zu erleben ist, hat diese Rolle verinnerlicht. Er ist CAVEMAN. Zusammen mit Esther Schweins, die Regie führt, hat er diese Figur entwickelt.

CAVEMAN
© Theater Mogul GmbH

Ein ganz anderes Kaliber ist DER BRANDNER KASPAR 2. Das Stück war 2021 der Hit bei Publikum und Kritik, konnte aber wegen der Corona-Krise nur in einer reduzierten Variante gespielt werden. „Endlich können wir das Original der Fortsetzungsgeschichte zeigen“, freut sich Birgit Simmler, die Künstlerische Theaterleiterin, „und müssen keine Rücksicht auf Abstandsregelungen nehmen. Weder im Himmel, noch auf Erden.“

In der erweiterten Fassung, die erstmals auf einer Bühne zu sehen ist, kommen sich die Figuren nicht nur sehr nah, sondern erzählen auch die ganze Geschichte. „Es ist länger, komischer“, sagt Birgit Simmler, „kurz gesagt: besser! Das liegt auch an dem neuen Dreamteam Eisi Gulp und Wolfgang Maria Bauer, denen die Rollen vom Boandlkramer und Brandner Kaspar auf den Leib geschrieben sind.“ Kein Wunder, schließlich ist Wolfgang Maria Bauer der Autor, der Regisseur und – auf Wunsch der Künstlerischen Leiterin Birgit Simmler – der neue Brandner.

Ursprünglich als reine Wiederaufnahme von 2021 geplant, bekommt das Publikum tatsächlich ein neues Stück in einer Besetzung, wie sie noch nie zu sehen war. Dazu gehört auch Christiane Rücker, seit Jahrzehnten aus Film und Fernsehen bekannt, die in der Rolle der Himmelswächterin brilliert. Neben den neuen Darstellerinnen und Darstellern darf sich das Publikum auf ihre Lieblinge Nikola Norgauer und Paul Kaiser freuen, deren Szenen wieder zum Komischsten gehören, was es auf der Luisenburg zu sehen gibt.

Die Woche der Komödien sollte niemand verpassen, der einem Geschlecht zugehörig ist oder dem Himmel mit großer Erwartung entgegensieht.

DER BRANDNER KASPAR 2
© Florian Miedl

Save the Date

Damit Sie keinen wichtigen Termin mehr verpassen, haben wir hier eine Übersicht für Sie, was in den kommenden Wochen ansteht:

Neben den Theaterstücken, die auf der Felsenbühne gezeigt werden – siehe den aktuellen Spielplan – gibt es nach einer langen Periode, die Corona verursacht hat, endlich wieder Veranstaltungen, die dem Verständnis und der Vermittlung der Produktionen dienen.

Dazu zählen die beliebten Offenen Proben, in denen die Stücke in ihrer Entstehung gezeigt werden und die einen Blick in den Maschinenraum der Kunst gewähren.

Am 3. Juli 2023 um 18:00 Uhr erleben Sie KALTE FREIHEIT – SPION ZWISCHEN DEN GRENZEN in einer exklusiven Offenen Probe.

Dramaturgische Abende dienen der Vertiefung der Themen der Saison. In einem Gespräch erklären die Beteiligten ihre Arbeit für die Bühne, beantworten Fragen und erzählen aus der Werkstatt. Zu diesen freien, offenen Runden ist jeder eingeladen, der sich für das Theater oder eine bestimmte Produktion interessiert.

Für die Produktionen FRANKENSTEIN und KALTE FREIHEIT – SPION ZWISCHEN DEN GRENZEN werden diese Abende im Juli angeboten. Die Termine werden rechtzeitig auf unserer Homepage bekanntgegeben. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist erforderlich.

keyboard_arrow_up