Martha Baumeister-Boettge

Die gute Seele der Festspiele ist gestorben

Die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel betrauern ihr Ehrenmitglied Martha Baumeister-Boettge

Martha Baumeister-Boettge im Betriebsbüro der Luisenburg-Festspiele im Mai 2016 (Foto: Luisenburg-Festspiele / Florian Miedl)

Martha Baumeister-Boettge mit der Theaterleitung der Luisenburg-Festspiele 2016 (Foto: Florian Miedl)

Martha Baumeister-Boettge im Betriebsbüro der Luisenburg-Festspiele im Juni 2016 (Foto: Luisenburg-Festspiele)

In der Nacht zum 5. Oktober ist Martha Baumeister-Boettge, die langjährige Betriebsdirektorin der Luisenburg-Festspiele, in Passau ihrem Krebsleiden erlegen. Sie war Ehrenmitglied der Luisenburg-Festspiele und Trägerin der Verdienstmedaille der Festspielstadt Wunsiedel.

Martha war eine Institution auf der Luisenburg, sie war die rechte und linke Hand der Intendanten Christian Mettin, Hans-Peter Doll, Pavel Fieber und von mir, Michael Lerchenberg, und war für unzählige Schauspieler, Statisten, Mitarbeiter und Freunde der Luisenburg stets eine sorgende und helfende „Mutter“. Von ihrer jahrzehntelangen Erfahrung „wie man Luisenburg macht“ haben alle profitiert.

1970 war sie zum ersten Mal auf der Luisenburg als Leiterin des Betriebsbüros bei Intendant Christian Mettin. Nach einigen Jahren als Büroleiterin und Geschäftsführerin des Münchner Theater an der Brienner Straße und als Mitarbeiterin einer Schauspielagentur kam sie dann 1986 zwischen die Felsen der Luisenburg zurück und blieb – inzwischen längst Betriebsdirektorin – 35 Spielzeiten bis zum Sommer 2013.

Im Sommer 2014 – ihr einziger „Sommerurlaub“ der letzten 30 Jahre – genoss sie die Luisenburg-freie Zeit mit einer ausgiebigen Amerikareise und glücklichen Tagen in ihrem Haus in der Toskana, ihrer zweiten Heimat und großen Liebe. Als 2015 „Not an der Frau“ war, kam Martha auf mein Bitten auf die Luisenburg zurück, um, wie in alten Zeiten, wieder ihren Schreibtisch im Betriebsbüro zu beziehen, so als wäre sie nie weg gewesen.

Auch heuer war sie wieder im Zentrum der Festspiele, dem Betriebsbüro, wo das Herz des Theaters schlägt, aber sie kam schon als Kranke und Gezeichnete. Und doch wollte sie von ihren Luisenburg-Festspielen nicht lassen und arbeitete buchstäblich bis es nicht mehr ging und sie sich doch endlich in ärztliche Obhut begeben musste. Den ersten Krankenhaustermin nahm sie nicht wahr, weil sie ihrer Vertretung ein perfektes Betriebsbüro und ihrem Chef alle wichtigen Termine der verbleibenden Spielzeit disponiert und organisiert übergeben wollte. Das war Martha!

Es war uns noch vergönnt, im September voneinander Abschied zu nehmen, auch wenn keiner wirklich an einen Abschied denken wollte. Aber dass wir beide nicht gemeinsam auf der Luisenburg würden aufhören dürfen, das wussten wir schon.

Im Buch „Theaterwunder Luisenburg“ sagt Martha: „Man kommt von der Luisenburg nicht los!“ Jetzt ist es doch geschehen – endgültig – und Martha und ihr Mann Michael Boettge, den sie 1986 auf der Luisenburg kennen- und lieben gelernt hatte und der ihr 2010 vorausging, werden bald unter ihrem Baum im Münchner Waldfriedhof vereint sein.

Martha hinterlässt einen Sohn und eine große Familie, die sich in ihren letzten Tagen rührend um sie gekümmert haben – und sie hinterlässt eine große Luisenburg-Theaterfamilie in tiefer Trauer.

Michael Lerchenberg

am 5. Oktober 2016

Immer zum Licht, zum Leben …

Betriebsbüro der Luisenburg-Festspiele im Mai 2016
(Foto: Florian Miedl)

Am Morgen des 5. Oktober 2016 ist Martha Baumeister-Boettge in einer Klinik in Passau gestorben. Sie, die das schlagende Herz der Luisenburg-Festspiele war, hat diesen letzten Kampf verloren, verlieren müssen und damit eine Lücke gerissen, die schwerlich wieder zu schließen sein wird.

Als Betriebsdirektorin hat sie jahrzehntelang die Festspiele organisiert, ja, auf Touren gehalten, in dem sie die Sache der Theaterkunst mit den Menschen verbunden hat, die diese Kunst erst zum Leben erwecken. Insofern war sie eine profunde Kennerin der menschlichen Zulänglichkeiten – und Unzulänglichkeiten –, gleichzeitig eine Meisterin in der Kunst, Menschen für das Theater zu begeistern, sie für die Luisenburg-Festspiele zu gewinnen.

Souverän, in konzentrierter Leidenschaft hat sie die große Familie der Luisenburg-Festspiele mit sanfter Hand auf und hinter der Bühne geführt und auf unser gemeinsames Ziel gerichtet, großes Theater auf die Burg zu bringen. Und bei dieser Aufgabe duldete sie kein Vertun: Es ging ihr immer um die Theaterkunst, die sie so sehr liebte und der sie ihr Leben gewidmet hat. Und erst wenn der Vorhang gefallen, das Licht erloschen war, kam sie zur Ruhe und genoss das Theaterspiel für sich, still und mit einem wissenden Lächeln.

Theater ist eine ganze Welt – aber das Leben ist mehr. Für Martha war es ebenso, sie wollte mehr, nämlich die Schönheiten von Landschaft und Kultur, die sie in Italien, ihrer zweiten Heimat, fand. In der Toscana konnte sie sich erholen, ihrer Seele im Licht des Südens freien Lauf lassen oder, wie sie einmal sagte „den Himmel und die Sterne grüßen“.

Das war eine andere Seite der Martha Baumeister-Boettge, die man nicht sofort vermutete und die nicht für jedermann sichtbar war. Ihre Persönlichkeit hatte viele dieser Facetten, die alle zusammen die unverwechselbare Martha ausmachten, die mit ihrer Erfahrung, ihrer Klugheit und ihrem ausgeprägten Sinn für das Praktische den Menschen ihres Lebens wie ein Geschenk war.

Sie war einzigartig und ist unersetzlich. Wir trauern um sie und fühlen mit ihrer Familie.

Christof Kaldonek, Chefdramaturg der Luisenburg-Festspiele
im Namen des Ensembles

Biografisches

Martha Baumeister-Boettge 2010 (Foto: Luisenburg-Festspiele)

Mit dem Ende der Festspielsaison 2013 schied Martha Baumeister-Boettge nach 35 Jahren auf eigenen Wunsch aus der Theaterleitung der Luisenburg-Festspiele aus. Doch im Februar 2015 kehrte sie als Betriebsdirektorin zu den Festspiele zurück.

Bereits im Dezember 2012 wurde sie mit der Verdienstmedaille der Festspielstadt Wunsiedel ausgezeichnet. “Sie sind bis heute eine Institution der Luisenburg-Festspiele”, sagte der Erste Bürgermeister Karl-Willi Beck damals voller Bewunderung. Er habe großen Respekt davor, wie Martha Baumeister-Boettge alles manage. Sie sei gleichsam die wichtigste Anlaufstelle für Intendant Michael Lerchenberg, für die Schauspieler und für die Verwaltung. Der Erfolg der Festspiele läge der Geehrten stets sehr am Herzen.

Aus diesen Gründen und zum Dank wurde Martha Baumeister-Boettge bei ihrem Abschied 2013 zum Ehrenmitglied des Luisenburg-Ensembles ernannt.

Martha Baumeister-Boettge ist in Landshut aufgewachsen. Nach dem Abitur kam es zu einer erste Begegnung mit dem Theater in ihrer Heimatstadt als Praktikantin und Assistentin in der Intendanz und der Dramaturgie.

Es folgten 10 Jahre als “Agentin” bei der Theateragentur Walter Meyer und der Theater-, Film- und Fernsehagentur Hannelore Dietrich/Doris Mattes. Sie war Mitorganisatorin und Geschäftsführerin des Münchner Theaters in der Briennerstraße.

Danach folgten Regieassistenzen und ihre Arbeit als Co-Regisseurin bei Wolfgang Reichmann, Harald Leipniz, Michael Hinz, Rudolf Kutschera, Herbert Kreppel, Michele Oliveri und anderen.

Reaktionen

Ich kann mir die Luisenburg ohne Martha nicht vorstellen. Sie war in meinem ersten Jahr vor 10 Jahren schon so präsent, dass ich sie gleich in mein Herz geschlossen habe.  Ich werde sie schrecklich vermissen. Ich wünsche ihrer Familie viel Kraft für die kommende Zeit und drücke ihr aus tiefstem Herzen mein Beileid aus.

Gudrun Schade
Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin bei den Luisenburg-Festspielen seit 2006, zuletzt in Cats und Bluthochzeit 2016

 

Ganz herzlich wurden wir im letzten Sommer von Martha auf der Luisenburg empfangen! Anlässlich ihres 70. Geburtstag freute Sie sich mit uns auf die kommende Spielzeit und empfing uns mit offenen Armen! Wir danken Martha für Ihr freundliches Wesen und wünschen Ihr eine gute Reise.

Daniel Wernecke und Christopher Busse
Sänger, Tänzer und Darsteller bei Cats, Luisenburg-Festspiele 2016

 

Matha war für mich das Herzzentrum der Luisenburg. Sie hat  immer ein offenes Ohr für alle Belange gehabt, war im hektischen Festspielbetrieb stets ein Ruhepunkt, immer ansprechbar und hilfsbereit. Bei all dem aufreibenden Probenstress habe ich mich bei ihr gut aufgehoben und wichtig genommen gefühlt. Und wenn es nur ein Kaffee oder ein Termin beim HNO-Spezialisten war: Seit 2011 habe ich Sommer für Sommer in Wunsiedel verbracht, und ihrer herzlichen Art habe ich es zu verdanken, dass es zu meiner zweiten Heimat wurde. Ich kann es kaum glauben und bin sehr traurig, dass sie nun nicht mehr da ist.

Günter Lehr
Komponist und Musikalischer Leiter bei den Luisenburg-Festspielen seit 2011, u.a. bei Bluesbrothers, Ritter Kamenbert, Eine Woche voller Samstage, Spamalot, Jim Knopf, Cabaret und Am Samstag kommt das Sams zurück

 

Mein tief empfundenes Beileid, den Luisenburgmenschen und der Familie.

Michael Thumser
Chefautor und Kulturredakteur der Frankenpost

 

Liebe Martha, wir werden Dich als liebevollen Menschen und theaterbeseelte Frau im Gedächtnis behalten. Gib uns ein Zeichen, wie die Vorstellungen “dort oben” laufen.

Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen 2015 in Ein Sommernachtstraum

 

Ich bin wirklich schockiert und betroffen. Neben Herrn Altmann nun auch noch die Seele der Luisenburg! Was kann man dazu noch sagen? Welche Worte kann man dazu schreiben? Außer, dass die Luisenburg ein wirklich schmerzvolles Jahr hat. Beide Menschen trugen mit ihrer Leidenschaft, ihrem Herzen, ihrer Energie dazu bei, jedes Jahr etwas ganz besonderes dort zu schaffen. Und nun ist die Reise zu Ende. Ich bin froh, beide erlebt, kennengelernt und mit ihnen gelacht zu haben.

Franz Josef Strohmeier
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen 2016 in Der verkaufte Großvater und Am Samstag kam das Sams zurück

 

So traurig. Sie war einst Lehne und Stütze für mich, Ohr, Herz, (manchmal auch Hirn) und Hafen. Sie wird mir sehr fehlen, im nächsten Jahr auf der Luisenburg.

Steffi Kammermeier
Regisseurin bei den Luisenburg-Festspielen 2011 in Der Holledauer Schimmel und 2017 in Die Pfingstorgel

 

Danke für alles, Deine Herzlichkeit, Deinen Enthusiasmus und Deine Geduld (auch und gerade mit mir). Jetzt bist Du wieder bei Deinem Michael. Trotzdem – Du fehlst…

Tobias Busch
Leiter der Ton-Abteilung bei den Luisenburg-Festspielen

 

Meine geliebte Martha, in einem Lied habe ich vor Jahren gesungen LEBEN IST DIE ZEIT, DIE DER TOD UNS VERLEIHT, VIEL ZU SCHNELL GEHT SIE VORBEI. Wie wahr, wie wahr. Du wirst mir fehlen, wie unsere liebe Freundschaft und die gemütlichen Büro Klönschnacks mit Käffchen und Keks. Ich nehme dich in Gedanken ganz liebevoll in die Arme und meine Gedanken begleiten dich auf eine wunderbare Reise. Dein Hardy

Hardy Rudolz
Sänger, Tänzer, Schauspieler und Regisseur bei den Luisenburg-Festspielen, zuletzt Regisseur und Darsteller von Cats, Luisenburg-Festspiele 2016

 

Liebste Martha, ich hab es immer noch nicht realisiert und werde es wohl erst wirklich kapieren, dass du nicht mehr da bist, wenn ich das nächste mal in das Betriebsbüro komme. Wir haben uns im Frühjahr 2009 kennengelernt und als ich in das ehemalige Büro kam, ging die Sonne auf! Ein herzliches “Guten Morgen!” schallte mir entgegen und mir wurden Kekse gereicht, was für ein Start für einen Berufsanfänger, so darf es weitergehen, dachte ich mir. Und das lag an dir, Martha! Und seitdem haben wir 7 Fichtelgebirgssommer miteinander verbracht. Ich werde nie vergessen, wie du nach dem Geburtstagsjodler von Katharina und mir weinend vor Glück und Stolz in der Tür deines Übergangsbüros gestanden bist und so gestrahlt hast, dass ich dich noch mehr geliebt habe! Danke für deinen Humor (in einer Sprachnachricht vom August hast du gesagt: “Hörst ja, wie beschissen meine Stimme immer noch ist…”), dein Einfühlungsvermögen und deine herzliche, trockene Art! Ich werde dich unglaublich vermissen und höre auf mit deinen letzten geschriebenen Worten an mich: “Mega! Grazie! Bacio!!! Dein Hansi

Johann Anzenberger
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen seit 2009, zuletzt in Am Samstag kam das Sams zurück

 

Liebe Martha, Dein Büro war das Herz der Luisenburg. Was immer auch passiert ist, der erste Weg führte zu Dir. Mit Dir konnte man über alles reden, Du hast zugehört und eine Lösung gewußt oder einen Rat gegeben. Danke! Adela und Norbert

Adela Florow und Norbert Heckner
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen seit 2013, zuletzt in Am Samstag kam das Sams zurück, Der verkaufte Großvater und Bluthochzeit

 

Am Donnerstag haben ich Dir noch geschrieben, Dir ein lustiges Video von uns geschickt, mit den besten Wünschen und in dem Glauben, dass Du Dich auf dem Weg der Besserung befindest. Das hast Du noch gelesen. Dann am 5. Oktober die traurige Nachricht, dass Du in der Nacht von uns gegangen bist. Während unser Leben seine gewohnten Gang geht, endet Deins. Das Leben einer grossen Frau. deren Tod mich so traurig stimmt, weil Du eine Erscheinung warst, die mir im Gedächtnis bleibt wegen ihrem Optimismus, ihrer Geduld, ihrem Verständnis und Diplomatie, wegen Ihrer Liebe zu den Menschen und der Kunst. Martha, Du warst die Seele der Luisenburg und immer für uns da. Oft hatte ich das Gefühl, wenn Du mich durch Deine mega-coolen Brillenfenster angeschaut hast, dass Du viel mehr siehst, als ich preisgeben will oder als ich selber von mir weiß. Ich vermisse Dich und wir werden erst mit der Zeit begreifen, wie sehr Du fehlst. Dein Tod erscheint so ungerecht und erinnert mich schmerzlich daran, wie vergänglich doch alles ist. Du wusstest das auch und hast es trotzdem oder gerade deswegen geschafft, das Leben zu genießen. Wir haben uns darüber einmal unterhalten und ich will versuchen es Dir gleich zu tun. Allora, godeamoci la dolce vita!!!

Liebe Martha, ruhe in Frieden und das ewige Licht leuchte Dir. Du bist unvergessen. Danke für alles! Ciao, Cara. Katharina Schwägerl mit Familie

Katharina Schwägerl
Schauspielerin bei den Luisenburg-Festspielen seit 2010

 

Liebe Martha … danke für die Jahre, in denen wir befreundet waren … Deine Menschenfreundlichkeit mit viel Geduld, Deine Güte und die Fähigkeit, in Deinen Mitmenschen das Positive zu sehen, wird sehr fehlen … Ich werde Dich vermissen … Sylvia

Sylvia Schröder
Maskenbildnerin bei den Luisenburg-Festspielen von 2008 bis 2010

 

 

Liebste Martha, und wie nehme ich jetzt angemessen Abschied? Vielleicht, indem ich auf Dich ein Glas italienischen Wein trinke, einen aus der Gegend, die uns beiden am liebsten war. Indem ich mich dabei an unser letztes Treffen vor drei Wochen erinnere, an das dreistündige Gespräch im Freien und all die Zuversicht, die man verspürte. Indem ich Deine Meldung zu meiner Premiere vor gut einer Woche als einen schönen letzten Gruß in Erinnerung behalte. Und indem ich mir bewusst mache, dass Du vielen Menschen unersetzlich bleiben wirst und Dich viele dieser Menschen auch in Zukunft im Herzen tragen werden, wenn sie auf die Bretter steigen, die Dir Dein ganzes Leben lang die Welt bedeutet haben. Lebwohl, bis zu einem späteren Zeitpunkt, Grüß mir den See, Abbraccio Sebastian.

Sebastian M. Winkler
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen seit 2012, Nachwuchspreisträger der Festspiele 2013

 

Liebe Martha, kennengelernt hab’ ich dich im Mai 1989 – du bist in deinem kleinen Büro gesessen (das Vorzimmer des noch kleineren Intendantenzimmer) und hast wie immer gearbeitet, und ich habe mich gefragt, wie man sich denn konzentrieren kann: um dich herum nämlich, wie selbstverständlich, ständig quatschende und rauchende Schauspieler; für uns war das quasi der Aufenthaltsraum … das hat dich sicher sehr genervt, aber immer warst du freundlich, hilfsbereit und einfach für alles zuständig. Und wenn’s irgendein Problem gab, sagte “Papa” Doll:” Gehst zur Martha und lässt dir a Glasl Wein geben.” Wie soll das ohne dich gehen? Schlaf’ gut.

Gabriele Dossi
Schauspielerin bei den Luisenburg-Festspielen seit 1989, zuletzt in Weitere Aussichten 2016

 

Bella Martha! Als ich 2009 mein erstes großes Engagement im deutschen Lande, bei euch auf der Luisenburg, antreten durfte, warst du die erste die mich empfing , abbiamo parlato tante volte in Italiano ..eine gemeinsame Leidenschaft geteilt. Du hast gewärmt, geheilt, zum Lachen gebracht und immer einen richtigen Rat gehabt! Du bist nicht fort! Du bist in unseren Herzen und sicherlich bei Michael Boettge auf Wolke 7 gelandet! Ti abbraccio Bella, Barbara

Barbara Macheiner
Schauspielerin bei den Luisenburg-Festspielen seit 2009, Nachwuchspreisträgerin der Festspiele 2009

 

Liebe Martha! Wir sind sehr traurig. Und so froh, daß wir gemeinsame Zeiten mit Dir auf der Burg erleben durften. Wir haben Dich in ganz lieber Erinnerung und werden Dich nicht vergessen… Du wunderbare Seele. Nikola und Paule

Nikola Norgauer und Paul Kaiser
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen seit 2010, zuletzt in Der verkaufte Großvater, Am Samstag kam das Sams zurück und Bluthochzeit 2016

 

Liebe Martha, es ist immer sehr schwer, einen lieben Menschen, den man seit Jahren kennt und schätzt, zu verlieren. Da dürfen dann auch viele Tränen fließen. Nach Deinem Michael jetzt auch noch Du … so bald und so plötzlich. Auch hier in Mitterteich sind alle sehr betroffen. Du warst immer dabei – bei jedem Vorstellungsabend, seit wir das begonnen haben im Jahre 2002 – Du warst immer die treibende Kraft. Nun wirst Du uns sehr fehlen!

Hubertus Krämer
Musiker und Darsteller bei den Luisenburg-Festspielen seit 2004

 

Die Welt ist herrlich. Die Welt ist schrecklich. Es lohnt sich zu leben. Und du fehlst … Danke, liebste Martha für die schöne, leider viel zu kurze Zeit und die intensiven Gespräche mit dir…. Susanne

Susanne Nagusch
Souffleuse bei den Luisenburg-Festspielen seit 2015, zuletzt bei Cats und Am Samstag kam das Sams zurück 2016

 

Liebe Martha, als Junger, als Anfänger auf der Bühne ist man besonders sensibel für die Atmosphäre neben und hinter der Bühne. Du hast es für mich geschafft, eine fast mütterliche Strenge auszustrahlen: man kann alles fragen, überlegt es sich aber gut. Man kann sich alles erlauben, kriegt dann natürlich erst mal eins hinter die Löffel – und dann Verzeihung.  Und manchmal ein so unerwartetes, grundehrliches Kompliment, dass es für die Ausbildung des zarten bis nicht vorhandenen Anfänger-Selbstbewusstseins mehr wert ist als jedes Lob der Presse oder des Regisseurs. Danke für deine große, unaufwändige und immer zutiefst menschliche Präsenz. Dein Matthias

Matthias Ransberger
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen 2009 und 2010

 

Liebe Martha! Keine Abende mehr bei Wein und gutem Essen im Turm zu Wunsiedel – nicht nur deshalb werden wir Dich sehr vermissen! Deine Uschi, Dein Klaus

Uschi Reifenberger und Klaus F. Kannegießer
Produktionsleiter und Schauspielerin bei den Luisenburg-Festspielen, zuletzt in Am Samstag kam das Sams zurück und Bluthochzeit 2016

 

Martha war immer der stärkste Fels im Labyrinth der Luisenburg-Brandung. Wie oft denke ich an die vielen wunderbaren Momente zurück, die wir mit ihr erleben durften. Sie war Sonnenschein, Hilfe, Rat und Herz. Großes Herz. Sie wird uns fehlen. Du hast eine tolle Energie, “Maddœ”! Dein Ferdi

Ferdinand Schmidt-Modrow
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen seit 2011

 

Welch’ düsterer Frieden dämmert diesen Morgen, die Sonne birgt vor Kummer ihr Gesicht…

Liebe Martha, auf Deiner geliebten Luisenburg regnet es heute Tränen und Deine Luisenburg-Familie trauert um Dich!

Wie sehr habe ich mit Dir gehofft, dass Du den Kampf überstehst und wie zutiefst traurig macht mich die Nachricht, dass der letzte Vorhang gefallen ist.

Du hast für mich mit Leib und Seele die Luisenburg und das Theater verkörpert! Ich danke Dir für die vielen gemeinsam erlebten Momente!

Wenn man wüsste, wann die letzte Umarmung ist, wir würden versuchen diese festzuhalten.

Jetzt bist Du wieder mit Deinem geliebten Michael vereint! Wie sehr werden ich Dich vermissen, wenn ich die Burg betrete!

Ruhe in Frieden!

Dein Tim Renner

Tim Renner
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen, zuletzt in Ein Sommernachstraum 2015

 

Gute Reise, Martha!

Caro Hetenyi, Matthias Lehmann
Schauspieler bei den Luisenburg-Festspielen

 

Meine liebe Martha…

ich werde immer wieder mit großer Achtung und Liebe an Sie denken. An Ihre Freundlichkeit, Menschlichkeit, Sehnsucht, Tapferkeit, Ihren Schönheitssinn, Ihre Empfindsamkeit. Wir hatten gute, offene und sehr persönliche Gespräche, über das Leben, unsere Lebensspur, den Tod, unseren und der Menschen um uns, unser Alter der / nach der Lebensmitte…

Ich umarme Martha in Gedanken.

April

 

“Hast Du das göttliche Licht gesehen?

Liebend wartet es an der Schwelle des Todes,

trägt behutsam das erlöschende Sein hinüber –

und gräbt in den Abschied des Lebens

schweigend den Samen des ewigen Morgens.”

April Hailer
Schauspielerin, Tänzerin, Musikerin bei den Luisenburg-Festspielen

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