Spielzeit 2012

Das Familienstück
Ritter Kamenbert

Kindermusical

Der junge Ritter Kamenbert, gespielt von Johann Anzenberger, hat ein Problem mit seinem Vater, dem „Käsig“ von Gorgonzola, dargestellt von Toni Schatz. Denn dieser möchte, dass sein Sohn lernt zu kämpfen, Mut beweist und ein wahrer Ritter und würdiger Nachfolger wird. Kamenbert hingegen hält nicht viel von Gewalt und möchte lieber Käse naschen. Schließlich schickt der Käsig ihn auf eine abenteuerliche Mission: Kamenbert soll das Zauberschwert Romadung erobern. Sollte ihm das nicht gelingen, will ihn der Käsig als Sohn verstoßen. Und so macht sich Ritter Kamenbert auf den Weg, muss gegen Drachen bestehen, Räuber austricksen, sich vom Schmied Alberich an der Nase herumführen lassen und durch gespenstische Wälder wandern. Unterstützung erfährt er dabei von der furchtlosen, einfallsreichen und wilden Karoline, gespielt von Katharina Schwägerl. Gemeinsam gelingt es den beiden zu beweisen, dass Freundschaft, gute Ideen und Musik eher zum Ziel führen, als kämpfen und Gewalt.

Premiere: 22. Mai 2012

Der Klassiker
Romeo & Julia

Die Tragödie des klassischen Liebespaares von William Shakespeare in der deutschen Übersetzung von Thomas Brasch

Die große, tragische Liebesgeschichte erzählt von zwei jungen Menschen, die schon früh dazu gezwungen werden, sich mit den Konflikten der Erwachsenenwelt auseinanderzusetzen. Sie entwickeln ihre eigene Antwort auf die Fesseln der gesellschaftlichen Realität. Sie gehen ihren eigenen Weg und leben nur ihre Liebe. Das Schicksal des berühmtesten aller Liebespaare will es aber anders: Nach ihrer heimlichen Trauung vereint sie nur der Tod.

Den Romeo spielt Bastian Semm, der Peer Gynt-Darsteller und Rosenthal-Preisträger von 2009. Seine Julia ist Hanna Plaß, die junge, sehr begabte  Wunsiedlerin und Absolventin der renommierten Münchner Otto Falckenberg-Schule.

Das Musical
Blues Brothers

Musical

Das Rhythm & Blues Musical geht in die zweite Runde!

Regie: Michael Lerchenberg • Musikalische Leitung: Günter Lehr • Bühne: Jörg Brombacher • Kostüme: Heide Schiffer-El Fouly • Choreographie: Sebastian Eilers

Mit Andreas Birkner, Michael Kamp, Ron Williams, Gudrun Schade, Anastasia Bain u.v.a

Michael Lerchenbergs Fassung und Inszenierung des „Hochgeschwindigkeitsmusicals“ „Blues Brothers – Im Namen des Herrn“ für die Luisenburg-Festspiele 2011 entwickelte sich rasant zum „Renner“ der Saison 2011. Die Aufführung „gleicht einer riesengroßen Party. Das Publikum war begeistert – von der fetzigen Musik und der starken Inszenierung“, schrieb die Presse. „Das Spiel hat Tempo, die Musik Schmackes, die Songs geh’n in die Glieder, Augen und Ohren werden ununterbrochen auf Trab gehalten … Hinfahren!“

Deshalb gibt es jetzt eine Wiederaufnahme, damit auch Sie dieses chaotisch-unterhaltsame Spektakel erleben können mit den Hits von „Everybody Needs Somebody“ über „Gimme Some Lovin“ bis hin zu „Sweet Home Chicago“ und sich elektrisieren lassen von der einzigartigen Kraft des Rhythm & Blues und der unbändigen Spielfreude des Ensembles!

Blues Brothers – Im Namen des Herrn

Die „Blues Brothers“ sind Kult! Ihr Leben eine Verfolgungsjagd! Und   die offizielle Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ hat die Geschichte der Rhythm- & Blues-Band, die „Blues Brothers Im Namen des Herrn“ zugrundeliegt als „besonders wertvoll“ empfohlen. Sie wird in dieser Saison auf der Musical-Position zu erleben sein– und man muß sie erleben!
Die kleinkriminellen Musiker Jake und Elwood beschließen, ihr Waisenhaus, in dem sie sich als Kinder geborgen gefühlt hatten, vor der Schließung zu bewahren. Da ihnen aber von Schwester Oberin verboten wird, das nötige Geld auf „krummen“ Wegen zu „beschaffen“, machen sie sich „im Namen des Herrn“ auf den Weg und versuchen, ihre legendäre Band „The Blues Brothers“ wieder zusammenzutrommeln. Doch das ist bei dem diplomatischen und organisatorischen Geschick der Brüder und ihrem fatalen Hang, sich unentwegt mit der Polizei anzulegen, schlichtweg unmöglich. Unmöglich? Gibt es nicht! Und das ist gut so, denn es war einfach eine wahnsinnige Musik, die die „Blues Brothers“ gemacht haben, die niemanden auf dem Sessel hält – und von der dieses Stück lebt!
Erleben Sie alle Hits von „Everybody Needs Somebody“ über „Gimme Some Lovin“ bis hin zu „Sweet Home Chicago“ und lassen Sie sich elektrisieren von der einzigartigen Kraft des Rhythm & Blues!

Premiere: 30. Juni 2011

Das Volksstück
Wast – Wohin?

Volksstück von Felix Mitterer

Wast – Wohin? oder Kein Platz für Idioten

Die erfolgreiche Reihe unserer anspruchsvollen Volksstücke wie „Tannöd“, „Jagdszenen aus Niederbayern“ und „Zwölfeläuten“ wird mit „Wast – Wohin?“ von Felix Mitterer fortgesetzt, dem Autor unserer legendären „Geierwally“ und vieler erfolgreicher TV-Produktionen wie „Piefke-Saga“, „Andreas Hofer“ oder „Verkaufte Heimat“. In seiner für die Luisenburg-Festspiele geschriebenen Freilichtfassung seines Erstlingswerkes „Kein Platz für Idioten“, das heute zum Standardrepertoire aller österreichischen Volkstheaterensembles gehört, zeigt Mitterer eine Bauernfamilie, die sich ihres behinderten Kindes schämt und es deshalb versteckt. Durch die Zuneigung und Förderung des alten Knechtes Mich wird eine langsame, stetige Entwicklung des Jungen erreicht, was die Dorfgemeinschaft aber nicht daran hindert, das behinderte Kind auszugrenzen und „wegsperren“ zu lassen. Ein “dummer Zufall” liefert auch noch den Anlaß.

Die Operette
Der Vogelhändler

Operette von Carl Zeller
(Gastspiel der Operettenbühne Wien)

Mit viel Natürlichkeit und volkstümlicher Frische komponierte Carl Zeller eine Operette, die in kürzester Zeit zum Welterfolg wurde. Die Geschichte nach dem Vaudeville “Ce que deviennent les roses” von Victor Varin und Edmond de Biéville erzählt von falschen Kurfürsten (und -innen), geldgierigen Baronen und hochverschuldeten Bonvivants, aber auch von ehrlichen und ehrbaren Mädchen und einem Vogelhändler, der alles recht machen will und dadurch alles zusätzlich durcheinanderbringt. Aber was will man mehr: Am Ende bekommt jeder was er verdient – und der Vogelhändler Adam seine Christel von der Post.

Die Kombination von pfälzischer Lebenslust und Tiroler Treuherzigkeit, die Klangpracht der Ensembles und die unvergessenen Vogelhändler-Weisen wie „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ oder „Ich bin die Christel von der Post“ versetzen das Publikum immer wieder in Verzückung. Heinz Hellberg hat dieses Werk in einer bezaubernden, und von Presse, Publikum und Veranstaltern hochgelobten Inszenierung auf die Bühne gebracht und damit seine führende Position unter den deutschsprachigen Operettenensembles eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Eine Aufführung, geprägt von einer tief verwurzelten Spielfreude ganz in der Wiener Tradition,  die erfüllt, was sich Heinz Hellberg für seine Insze-nierungen so sehr wünscht: „Ein Märchen auf die Bühne zu bringen, das es ermöglicht, durch schöne Stimmen, prächtige Kostüme und die wunderbare Musik die Seele baumeln zu lassen und dem Alltag für zwei Stunden zu entfliehen.“

Die Oper
Der Freischütz

Romantische Oper von Carl Maria von Weber

Gastspiel der Landesbühnen Sachsen / Felsenbühne Rathen

Premiere: Freitag, 17. August 2012, 20.00 Uhr

Zusatzvorstellung am Montag, 20. August, 20.00 Uhr!

LuisenburgXtra
Cherubim

von Werner Fritsch

Regie: Steffi Baier

Mit Gerd Lohmeyer 

Aufgewachsen ist der 1960 geborene Werner Fritsch auf der Hendelmühle, einem Sägewerk und Einödhof im Oberpfälzer Stiftsland. Da die Eltern wenig Zeit hatten, nahm sich Wenzel Heindl, der etwas sonderliche Knecht des Hofes, des kleinen Buben an – eine schöne Parallele zu der Geschichte von „Wast – Wohin?“. Der Mann, früh gehandicapt durch eine Kinderlähmung, ohne jegliche Schulbildung, aber ausgestattet mit einer blühenden Phantasie, eröffnete dem „Wernderl“ eine archaische Welt voller Naturmystik, kindlichen Jenseitsglaubens und wild fabulierender Phantastik. Werner Fritsch hat das alles aufgezeichnet, auf Tonbänder, Schwarzweiß-Filmmaterial und in einem ersten Buchmanuskript, in dem er die wundersame „oral history“ des Wenzel zu einem unverwechselbaren Stück bayerischer Literatur formte.

In seiner bilderreichen und doch ganz einfachen Sprache läßt Fritsch uns teilhaben an der wahren Geschichte des Bauernknechtes Wenzel, der sein Leben zu erzählen und zu verstehen und deshalb die Welt zu erklären versucht, und entwickelt eine ähnliche Magie und Faszination, wie sie auch „Tannöd“ innewohnt.

Der Roman „Cherubim“, ausgezeichnet mit dem Robert-Walser-Preis, machte Werner Fritsch über Nacht bekannt. Die Theaterfassung davon erleben Sie mit dem nicht nur in Wunsiedel wohlbekannten Gerd Lohmeyer, einem Spezialisten fürs Oberpfälzische und Meisterinterpreten skurriler, hintergründiger und anrührender Einzelgänger, als eine LuisenburgXtra-Eigenproduktion im Museumshof!

Sonderveranstaltungen
CASH – a singer of songs
Blechschaden

Konzerte & Kabarett

LuisenburgXtra-Konzert: CASH – a singer of songs

Cash_A Singer of Songs_2012Ein JOHNNY CASH-Abend mit unserem Romeo-Darsteller Bastian Semm (Gesang & Gitarre), Sandro Tajouri (Percussion) und Jörg Schröder, der aus der sensationellen Autobiographie liest.

Johnny Cash gehört zu den Denkmälern der populären Musik. Bastian Semm, Sandro Tajouri und Jörg Schröder haben sich an die Fersen dieser Legende geheftet und zeichnen seine bewegte Lebensgeschichte unplugged nach. Hierzu entwickelten sie ganz persönliche und intime Interpretationen dieser wundervollen Musik, verknüpfen sie mit Auszügen aus Cashs eindrücklicher Autobiographie und dringen so tief in die Seele Johnny Cashs ein.

„Bastian Semm gibt einen gelungenen und tiefgehenden Eindruck in das Leben und die Musik Johnny Cashs. Es gelingt ihm, ein Gefühl zu vermitteln, das Cash den Zuhörern seines letzten Albums gewünscht hatte: Das Gefühl, bei ihm in seinem Wohnzimmer zu sitzen.“ Rhein-Neckar-Zeitung

„Gerade der extreme Kontrast zum Original läßt den Abend gelingen. Mannheimer Morgen

„Die Vorstellung wird zur intensiven und eindringlichen Hommage an Johnny Cash – den Weltstar, der sich selbst als Außenseiter sah und der in keine Schublade paßte. Auf einem Barhocker sitzt der junge Mime in Jeans, Cowboystiefeln und schwarzem Hemd. In der Hand nur seine Gitarre – und zeigt ein erstaunliches Können. … ‘Ich bin sein Fan seit ewigen Zeiten, es gibt ihn schon lange in meinem Leben’, sagte Peer-Gynt-Darsteller Bastian Semm. Den Sänger und Songwriter den Menschen näher bringen, das will Semm. Das hat er auch mit seinem Auftritt in Wunsiedel geschafft.“ Frankenpost

In diesem Herbst war Bastian Semm in Nashville und Los Angeles. Und das hat wiederum mit Johnny Cash zu tun. Semm erzählt: “Nachdem ich das Johnny-Cash-Projekt in Basel gemacht hatte, stellte ich meine Version von ‘A Singer of Songs‘ auf YouTube online. Nach knapp zwei Jahren meldete sich der Songwriter Tim O‘Connell bei mir, sagte mir, dass er diesen Song 1979 geschrieben habe und dass er meine Version mögen würde. Für mich war das wie ein Ritterschlag. Seitdem sind wir in regem E-Mail-Kontakt. Nun hat Tim O‘Connell in Nashville ein Treffen mit John Carter Cash arrangiert, dem Sohn von Johnny und June. Ein absolutes Highlight, ein Traum.”

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