Spielzeit 2006

Das Familienstück
Pippi Langstrumpf

Familienstück nach den gleichnamigen Kinderbüchern von Astrid Lindgren

Familienstück nach den gleichnamigen Kinderbüchern

Pippil Langstrumpf: Barbara Romaner
Thomas: Thomas Jeromin
Annika: Lesley Jennifer Higl
Fräulein Prysselius: Julia Eder
Klang, Polizist: Holger Wilhelm
Larsson, Polizist: Jürgen Fischer
Donner-Karlsson, Dieb: Alfred Schedl
Blom, Dieb: Gerry Hungbauer
Der Starke Adolpho: Günter Ziegler
Zirkus-Manager: Frank Wünsche
Frau Lund, Lehrerin: Uschi Reifenberger
Frau Settergreen: Barbara Lucia Bauer
Frau Granberg: Susanna Kratsch
Kapitän Langstrumpf: Frank Wünsche
Obermaat Fridolf: Günter Ziegler

Schiffsbesatzung, Zirkuspersonal, Schulkinder: Janine Achtert, Anja Franke, Tomas Fuchs, Julia Haas, David Hahn, Magdalena Heusinger, Bianca Hüttel, David Kappauf, Miriam Krist, Elisabeth Künzel, Antonia Morgenroth, Jonathan Müller, Lena Plaß, Mario Schiener, Fritz Schöpf, Jasmin Tröger, Paula Zeller

Inszenierung: Inken Böhack • Bühne: Peter N. Schultze • Kostüme: Heide Schiffer-El Fouly

Musik: Jochen Hartman-Hilter

Regieassistenz: Anja Sczilinski • Inspizienz: Günter Ziegler • Souffleuse: Zita Kobler • Maske: Sabine Tanriyiöver (Chefmaskenbildnerin), Andrea Dorn, Anja Ott, Michael Werner (Praktikant) • Kostümabteilung: Heide Schiffer-El Fouly (Leitung), Günther Biank (Herrengewandmeister), Sabine Kastner (Damengewandmeisterin), Anja Müller (Kostümassistentin), Gizella Koppany, Tanja Künzel, Martina Krist (Fundusverwaltung), Berit Langer, Doreen Scheibe • Requisite: Uwe Schwalbe (Leitung), Bernd Wünsche, Corinna Lange (Assistenz) • Ton: Tobias Busch • Beleuchtung & Pyrotechnik: Thomas Ködel (Leitung), Andreas Lucas (Meister), Jürgen Dietl, Willi Nowotny, Stefan Pfliegensdörfer, Roland Schuster • Technische Leitung: Werner Moritz • Bühnentechnik: Anton Freundorfer (Teamverantwortlicher), Wolfgang Bienfang, Romuald Dembinski, Robert König, Hans Lamla, Michael Milzarek, Gerhard Nelkel, Stefan Prechtl, Karl-Heinz Schmid, Ralf Sommerer, Robert Strohschein, Dieter Thiem, Thomas Tretter, Ralf Winklmüller • techn. Hilfskräfte: Roland Goller, Wolfgang Hegner, Reinhard Werner
Die Dekoration wurde vom Städtischen Bauhof Wunsiedel hergestellt.

Aufführungsrechte beim Verlag für Kindertheater Uwe Weitendorf GmbH, Hamburg

Premiere: Dienstag, 30. Mai 2006 ­ Aufführungsdauer: ca. 70 Minuten ­ keine Pause

Das Volksstück
Der Wittiber

Volksstück nach dem gleichnamigen Roman von Ludwig Thoma

Ludwig Thoma ist der Klassiker der bairischen Literatur. Der „Wittiber” gehört zu seinen größten und reifsten Arbeiten mit eindringlich und kräftig gezeichneten Figuren.

Der Schormayer-Bauer Sebastian Glas verliert überraschend seine geliebte Frau. Sie war als tüchtig und fleißig bekannt und eine große Hilfe für den Bauern. Deshalb geht man davon aus, daß der Witwer den Hof nicht allein weiterführen kann und will und ihn deshalb an seinen Sohn Lenz übergeben wird. Doch der Bauer fühlt sich hinausgedrängt. „Übergeben und nimmer leben”, besagt eine Lebensweisheit, denn der „Austrag” bedeutet wieder Abhängigkeit. War man in der ersten Lebensphase von den Eltern abhängig, so wird man es in der letzten von seinen Kindern und Erben. Man wird zum „Gar-neamand”, verrostet und ist zu nichts mehr nütze. So fühlt sich aber der Bauer keineswegs, zumal er just in dieser Situation einen Beweis erhält, daß er durchaus noch seinen „Mann stehen” kann und als solcher Attraktivität besitzt. Aus einer Bierlaune heraus findet er Ablenkung von seiner Einsamkeit, Trost und Bestätigung bei seiner Magd Zenzi. Damit setzt er sich in den Augen der anderen moralisch ins Unrecht. Darüber hinaus wittern die Kinder Erbschleicherei. Sohn Lenz versucht, gegen den Vater zu rebellieren und die Magd zu diskreditieren, bis es zur Katastrophe kommt.

Der Wittiber ist eine der großen, markanten Bauernfiguren von Ludwig Thoma. In der Einfachheit und Stringenz der Figuren und der Geschichte erinnert „Der Wittiber” an die großen klassischen Tragödien. Thoma beweist mit seiner Bauerngeschichte, daß sie keineswegs auf Standespersonen oder Bürgerliche beschränkt sind.

Premiere:  Fr. 30. Juni 2006, 20. 30 Uhr

Der Klassiker
Die Möwe

Komödie von Anton Tschechow in der Bearbeitung von Wolfgang Maria Bauer

Mit „Die Möwe” wird erstmals ein Stück von Anton Tschechow, einem der bedeutendsten russischen Schriftsteller und Begründer des modernen Theaters, auf der Felsenbühne gespielt. Top-Schauspieler wie etwa Diana Körner und die Luisenburg-Heimkehrer Gerd Silberbauer und Heinz Trixner werden dieses große Stück Weltliteratur sicher zu einem Erlebnis machen, in Szene gesetzt von „Siska” Wolfgang M. Bauer.

Die berühmte Schauspielerin Irina Arkadina verbringt den kurzen russischen Sommer auf ihrem idyllischen Landgut mit ihrem Sohn Kostja, einem hoffnungsvollen Jungdramatiker, ihrem Geliebten Trigorin, einem bereits arrivierten Schriftsteller, und Nina, einem jungen Mädchen aus der Nachbarschaft, das frei und glücklich lebt wie eine Möwe. Arkadina bringt einen Hauch von der „großen weiten Welt” mit und wird so zum Inbegriff der Träume vom „wirklichen Leben” und Drehpunkt eines Reigens aus unerwiderten Sehnsüchten und der „wahren Liebe”, von Midlife-Crisis und verpaßten Chancen: Der Lehrer Medwedjenko liebt Mascha, die Tochter des Gutsverwalters, Mascha liebt Kostja, der seinerseits in Nina verliebt ist und ihr sein erstes Theaterstück gewidmet hat, dessen Uraufführung wir zu Beginn der „Möwe” erleben. Doch Nina wirft sich nach der mißglückten Aufführung Trigorin an den Hals. Das wiederum verträgt Irina nicht, die mit Trigorin liiert ist und niemanden liebt als sich selbst. Deshalb beendet sie den Aufenthalt wie das Theaterstück ­ ein unsanftes Erwachen aus den Träumen und die Einsicht, daß alles nur „Theater” war.

Nina geht nach Moskau, beginnt ein heimliches Verhältnis mit Trigorin und wird Schauspielerin. Jahre später sehen sich Nina und Kostja noch ein letztes Mal wieder. Ninas Karriere ist gescheitert, und Trigorin hat sie wieder verlassen. Die Arkadina hat sich ihren Geliebten zurückerobert. Doch Nina kommt von ihm nicht los. Dieses Mal ist die Katastrophe nicht aufzuhalten.

Premiere: 14. Juli 2006

Das Musical
Kiss me, Kate

Musical nach Shakespeare von S. & B. Spewack • Musik von Cole Porter

Shakespeares Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung” erzählt von Petruchio, dem Prototyp des Mannes oder „Machos”, der sich in Padua „reich beweiben” will. Die Chancen stehen gut, da der reiche Edelmann Baptista seine beiden Töchter verheiraten will ­ vor allem die ältere, Katharina. Sie gilt als zänkisch, widerspenstig, böse, weil sie die Freier schon reihenweise weggejagt hat. Das genaue Gegenteil von ihr ist ihre jüngere Schwester Bianca, hübsch, lieb, ein echtes „Blondchen” und dementsprechend umworben. Doch der Vater hat bestimmt, daß der Reihe nach geheiratet wird. So ruhen viele Hoffnungen auf Petruchio, der sich an Katharina heranwagt und sie “zähmt” ­ sprich, die beiden raufen sich im wahrsten Sinne des Wortes zusammen.

Shakespeares These gab seit eh und je zu Diskussionen Anlaß, und genau dies reizte die Autoren, eingedenk der immer mitschwingenden Dualität von Sein und Schein auf dem Theater, den Konflikt parallel zum Stück in einer heutigen, privaten Hinterbühnengeschichte durchzuspielen: Fred Graham, der Regisseur und Produzent einer Tournee-Produktion von Shakespeares Komödie, spielt selbst den Petruchio. Seine Bühnen-Partnerin, die Darstellerin der Katharina, Lilli Vanessi, ist pikanterweise seine Ex-Ehefrau. Lillis Herz hängt immer noch an Fred, der jedoch die junge, hübsche Darstellerin der Bianca, Ann Lane, umwirbt. Zur Premiere schickt Fred Ann einen Blumenstrauß, geschmackvollerweise genauso zusammengestellt wie einstmals Lillis Brautstrauß, der aber irrtümlich nicht in Anns Garderobe, sondern in der von Lilli landet. Fred läßt Lilli, die die beigepackte Karte (an Ann) vor lauter Freude nicht gleich findet und liest, in dem Glauben an eine Versöhnung und versucht zumindest zu verhindern, daß Lilli sie vor dem Ende der Vorstellung liest.

Es kommt, wie es kommen muß, nämlich zum Eklat während der Aufführung. Nachdem beide auf der Bühne aus der Rolle fallen, wird die Auseinandersetzung zwischen Katharina und Petruchio zu einer handgreiflichen und höchst privaten zwischen Lilli und Fred. Lilli weigert sich daraufhin, die Vorstellung zu Ende zu spielen. Nur hat sie im wahrsten Sinne des Wortes „die Rechnung“ ohne die Ganoven gemacht, die nur zu „ihrem” Geld kommen, wenn die Eintrittsgelder nicht zurückgezahlt werden müssen.

Diese Ganoven sind kurz vor dem Beginn der Premiere in Freds Garderobe gekommen und fordern sehr massiv die sofortige Begleichung der Spielschulden, die Anns Freund Bill gemacht und mit einem Schuldschein auf den Namen von Fred „beglichen” hat. Fred sieht das Ganze zunächst einmal gelassen, ist er doch davon überzeugt, daß es sich um einen Irrtum handelt. Die Ganoven sind da anderer Ansicht…

Premiere: 23. Juni 2006

Die Operette
Die Csádrásfürstin

Operette von Emmerich Kálmán
(Gastspiel der Operettenbühne Wien)

Operette von Emmerich Kálmán
Gastspiel der Operettenbühne Wien

ab 10. August 2006

Die Oper
Martha oder Der Markt zu Richmond

Romantisch-komische Oper von Friedrich von Flotow

Gastspiel der Landesbühnen Sachsen / Felsenbühne Rathen

Romantisch-komische Oper von Friedrich von Flotow
Gastspiel der Landesbühnen Sachsen
Nur 4 x: am Sa. 19. 8. (Premiere), So. 20. 8., Mo. 21. 8., Di. 22. 8., jeweils 20.00 Uhr

Sonderveranstaltungen
Rainhard Fendrich
Hofer Symphoniker
Ludwig Thoma
Erich Kästner
Kasperltheater

Konzerte & Kabarett

Fendrich_2006Rainhard Fendrich and Friends

Ein „best-of”-Konzert mit Rainhard Fendrich und den „Kiss me, Kate!”-Solisten Gudrun Schade, Ina Nadine Wagler und Axel Herrig

Mo. 17. 7., 20.30 Uhr • restlos ausverkauft!

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