Die Festspiele trauern um ihren ältesten Gönner und Freund – Heinrich Benno Schäffler ist tot.

Sich die Luisenburg-Festspiele ohne ihn zu denken, ist kaum möglich. Sich vorzustellen, dass sein Platz im Theater auf der Luisenburg für immer leer bleiben wird, noch viel weniger.

Monsignore Schäffler ist gestorben. Am Sonntag, den 24. Januar 2021, verstarb dieser wunderbare Mensch nach einem ungewöhnlich erfüllten und ergiebigem Leben 93-jährig in Selb. Er war schon zu Lebzeiten die Verkörperung des aktiven und engagierten Bürgers, der sich für die Gemeinschaft und deren schönsten Zielen begeistert und einsetzt. Seine Verdienste und Ehrungen sind Legende, sein Engagement war unermüdlich und alles, was dem Gemeinwesen und damit den Menschen diente, war seine Lebensaufgabe.

Heinrich Benno Schäffler war gebürtiger Wunsiedler und studierte neben Theologie unter anderem Philosophie, Psychologie und Pädagogik. Die Priesterweihe empfing er 1953, um danach in vielen Funktionen Seelsorge mit Wissenschaft zu verbinden. 1967 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, die er politisch, sozial und kulturell entscheidend prägte.

Über Jahrzehnte blieb er einer der markanten und einflussreichen Persönlichkeiten in der Region, die zum Beispiel mit der “Heinrich-Benno-Schäffler-Stiftung” oder der Gründung der “Katholischen Erwachsenenbildung” gesellschaftliches Engagement auf Dauer zu fördern wusste.

Heinrich Benno Schäffler (vorne links) mit dem Ensemble der Festspiele am 02. Mai 2018
Heinrich Benno Schäffler (vorne links) mit dem Ensemble der Festspiele am 02. Mai 2018
Gruppenfoto nach der Schauspielerbegrüßung zur Spielzeit 2018.

Neben seinen vielen Interessen galt seine Liebe der Kunst. Den Luisenburg-Festspielen blieb er bis ins hohe Alter treu. Keine Vorstellung, keine Veranstaltung und keine Aktion des Theaters, an der Monsignore nicht interessiert teilgenommen hätte. Er gehörte zum engen Kreis der Luisenburger Familie und hat die Festspiele Zeit seines Lebens mit Rat und Tat unterstützt. So sind die “Freunde der Luisenburg-Festspiele”, der Unterstützerverein des Theaters, maßgeblich seinem Wirken zu verdanken. Auch in künstlerischen Fragen war er ein kompetenter Ansprechpartner, für alle Mitwirkenden ein verlässlicher Freund.

Dass die Festspiele in seinem letzten Sommer nicht stattfinden konnten, ist tragisch. Dass er nie mehr Theater auf der Luisenburg erleben wird, ist traurig. Dass wir ihm so viel zu verdanken haben, ist tröstlich.

Die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel werden ihren Freund und Gönner Heinrich Benno Schäffler niemals vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Menü