Der Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow ist tot

Er war einer der beliebtesten Volksschauspieler Deutschlands und in Bayern ein aufstrebender Star. Mit der Serie “Dahoam is Dahoam” wurde er Kult und sein Repertoire umfasste TV- und Filmrollen ebenso wie sehr viele Theaterengagements. Man kann nicht glauben, dass Ferdinand Schmidt-Modrow erst 34 Jahre alt war und noch weniger, dass er nicht mehr lebt.

Ferdinand Schmidt-Modrow ist am 15. Januar 2020 vollkommen unerwartet gestorben. Mitten aus dem Leben gerissen, sagt man, und leider ist das hier nur zu wahr. Sein Tod hat ein Leben zerstört, das noch lange nicht zu Ende und in vielem unerfüllt war. Kein Tod ist zu verstehen und der von Schmidt-Modrow am allerwenigsten.

Den Luisenburg-Festspielen war er seit Jahren eng verbunden, seit er 2010 in der Brandner Kaspar-Inszenierung den Florian gespielt hat. Und wie so oft, war es auch bei Ferdinand Schmidt-Modrow eine Verbindung zur Luisenburg, die über viele Jahre bestehen blieb. 2011 spielte er in “Meister Eder und sein Pumuckl” vor über 40.000 Zuschauern die Figur des Pumuckl mit unnachahmlicher Begeisterung.

Drei Jahre später sah das Publikum ihn in einem kleinen Kabarettstück im Museumshof, und in der folgenden Spielzeit 2015 war er der Publikumsliebling in der Titelrolle des Kinderstücks “Der kleine Wikinger”. In der Saison war er den ganzen Sommer in Wunsiedel zu erleben, in der Wiederaufnahme von “Der Brandner Kaspar” und in dem anspruchsvollen Schauspiel “Es gibt keine Sünde im Süden des Herzens” von Werner Fritsch. Ein enormes Arbeitspensum und eine Bandbreite im Schauspiel, die ihn schon früh ausgezeichnet hat.

In den letzten Jahren war er immer wieder als Privatmann und als interessierter Künstler ein gerngesehener Gast bei den Festspielen, zuletzt 2019, und seine Sympathie, wenn nicht Liebe für die Festspiele war nicht zu übersehen.

Die Luisenburg-Festspiele Wunsiedel verlieren mit Ferdinand Schmidt-Modrow einen Künstler, der in jungen Jahren schon seine Spuren bei den Festspiele hinterlassen hat. Das Ensemble und die Mitarbeiter der Festspiele trauen um ihn und sind in Gedanken bei seiner Familie.

Wir werden ihn und seine Kunst nie vergessen.

 

Das Bild zeigt ihn als der kleine Wikinger 2015

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