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Opern auf bairisch: Der ganze „Ring“ in einem Aufwasch

Mit den „Opern auf Bairisch“ wird das Publikum auf dem grünen Hügel der Luisenburg bündiger bedient als auf dem im nahegelegenen in Bayreuth. Keine 17 Stunden, nur eben mal hundert Minuten dauert der Spaß und trotzdem wird der ganze „Ring“ erzählt, musiziert, vergegenwärtigt – in einem Aufwasch. Hinter dieser von Paul Schallweg in köstlich-kurios zusammengereimten Kurzfassung geht es lebensnäher und durchaus fleischlicher zur Sache als im Festspielhaus. Und doch steckt auch ein tieferes Wissen um Wagner zwischen all der lästernden Lustigmacherei. Der Opernfreund und Bayreuth-Pilger kann sich amüsieren und geschmeichelt fühlen in seiner bildungsbürgerlichen Kennerschaft. Aber auch jeder andere wird bestens unterhalten und findet vielleicht sogar, auch ganz ohne musikalische Vorbildung, über diese Satire einen Zugang zu dem sich als so schwierig und elitär gebenden Sagen- und Opernkomplex. Die bereits auf der Luisenburg bestens bekannten Rezitatoren Gerd Anthoff, Conny Glogger und Luisenburg-lntendant Michael Lerchenberg werden von dem Solistenensemble der Münchner Staatsorchester samt dem Schlagwerker Werner Hoffmeister mit seinem Arsenal aus Schellenbaum und Kuhglocken, Blecheimer und Nachtgeschirr, Wein- und Wärmflaschen, Vogelpfeiferl und Donnerblech begleitet. Unter der Leitung von Rolf Wilhelm, dem Bruder des „Brandner Kaspar“-Autors und dessen musikalischer Mitarbeiter an diesem Werk, schnagglts gewaltig und tutet, trötet und pfeift, trillert und brummt es nach Friedrich Meyers Noten und dazwischen erkennt man immer wieder Wagners Themen...

 

Also nicht versäumen: am Montag, 27. Juli 2009, 20.30 Uhr, auf der Luisenburg-Bühne: „Der ganze Ring in einem Aufwasch“ – frei nach Richard Wagner.

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