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Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben

Franz von Kobell, der als ein Stammvater der bairischen Literatur gelten kann, schrieb 1871 seine kleine "G'schicht vom Brandner Kaspar" für die "Fliegenden Blätter". Nachdem jeder gerne mitlacht, wenn der Tod überlistet wird, eroberte sich diese Miniatur, die sich auf heitere Weise mit den letzten Wahrheiten des Seins beschäftigt, schnell die Herzen der Leser.

Aus der Vorlage, die den prallen bairisch-barocken Katholizismus atmet, machte der vielfach preisgekrönte Regisseur Kurt Wilhelm eine bairische Komödie, die gleich nachdem sie 1975 am Münchner Residenztheater das Licht der Bühnenwelt erblickte zum bairischen Kultstück schlechthin wurde. Und fast alle großen und bekannten bairischen Schauspieler haben darin gespielt, angefangen von Gustl Bayrhammer als Portner bis hin zu Fritz Strassner und Toni Berger als unvergessenem Darsteller des Boandlkramers, der auch 1982 auf der Luisenburg diese "seine" Rolle spielte. Nun wird Michael Lerchenberg, der 1983 neben Berger auf der Luisenburg in der Rolle des Liebhabers Flori mitgewirkt hat und diese Rolle bis zur 900. und letzten Vorstellung im Jahr 2000 am Bayerischen Staatsschauspiel spielte, unser Boandlkramer sein und damit nach seinem großen Erfolg als Wittiber wieder als Schauspieler auf der Luisenburg-Bühne zu erleben sein.

Inhalt

Zum alten Brandner kommt der Tod in Gestalt des Boandlkramers und will ihn holen. Brandner verführt ihn aber mit „Kerschgeist”, wettet mit ihm um weitere 18 Jahre Leben und gewinnt, indem er ihn „b‘scheißt“. Nun braucht Brandner nichts mehr zu fürchten und er wird tollkühn.

 

Als nach drei Jahren Brandners geliebte Enkelin Marei verunglückt, erfährt Petrus durch sie von der „Unregelmäßigkeit”. Wütend befiehlt er dem Boandlkramer, den Alten sofort zu holen. Der Boandlkramer, der sein Wort nicht brechen will, greift nun seinerseits zu einer List und lockt den Brandner Kaspar ­ nur zum Anschauen ­ in den Vorhof des Paradieses...

Darsteller im Diesseits

Kaspar Brandner, Schlosser, Häusler und Jagdhelfer: Alfred Schedl

Marei, seine Enkelin: Ina Meling

Florian, Taglöhner in Albach: Ferdinand Schmidt-Modrow

Simmerl, Jäger in den Diensten des Herzogs von Bayern: Matthias Ransberger

Alois Senftl, Bürgermeister von Albach: Gerhard Wittmann

Theres, Bäuerin aus Schliersee, Tante der Marei: Katharina Schwägerl

Kathi: Barbara Macheiner

weder hier noch dort

Boandlkramer: Michael Lerchenberg

Darsteller im Jenseits

Der Heilige Portner (Petrus): Dieter Fischer

Conrad Nantwein, vulgo Nantowinus von Wolfratshausen: Johann Anzenberger

Johann Georg Turmair, vulgo Johannes Aventinus, bairischer Chronist: Adolf Adam

Erzengel Michael: Jürgen Fischer

Afra: Katharina Schwägerl

Der alte Senftl: Gerhard Wittmann

Traudl: Barbara Macheiner

Jagdhornbläser: Stefan Klaubert (Leitung), Silke Wittig; Horst Clericus, Bernd Hechtfischer, Herbert Prell, Alexander Stark

Treiber und Festgäste im Diesseits, Teufel, Engel & Selige des Bairischen Paradieses: Christina Böhringer, Elisa Fuchs, Julia Haas, Anna-Katharina Hilpert, Helga Hofmann, Anke Kastner, Christine Kauer, Melanie Kindl, Miriam Krist, Kristin Kukla, Waltraud Marschner-Knöller, Hannah Meyerhöfer, Lena Meyerhöfer, Martha Meyerhöfer, Reinhild Pfahler, Yasmin Pohl, Krimhild Ragotzky, Maria Röber, Sophia Rohrmüller, Tina Schiener, Rosalie Schinner, Eva Schödel, Antonia Sommerer, Laura Weber, Romina Weiß, Claudia Wilhelm; Thomas Braun, Fabian Braune, Justus Braune, Christian Edel, Nikolaj Haas, Dieter Höpfner, Sven Kahl, Andreas Kauer, Stefan Kauer, Patrick Kern, Maximilian Kilgert, Sebastian Küffner, Christopher Landgraf, Sebastian Loskurn, Alfred Maiwald, Walter Mandl, Konstantin Popp, Richard Riedl, Benedikt Rohrmüller, Tim Sommerer, Michael Sticht, Matthias Unger, Tobias Unger, Klaus Wagner, Bastian Weiß, Lothar Wollin

Regie: Michael Lerchenberg & Christoph Zauner • Bühne: Peter Engel • Kostüme: Heide Schiffer-El Fouly • Musikalische Einstudierung: Hubertus Krämer

 

Regieassistenz: Bettina Weigelt • Regiehospitanz: Anna Katharina Rettinger • Kinderbetreuung: Miriam Krist • Inspizienz: Dietmar Irmer • Souffleuse: Christa Guck • Maske: Lilli Schulteß (Chefmaskenbildnerin), Antje Raschdorf, Sylvia Schröder • Kostümabteilung: Heide Schiffer-El Fouly (Leiterin), Anja Gil Ricart (Kostümassistentin), Günther Biank (Herrengewandmeister), Eva Honegrova (Damengewandmeisterin), Berit Langer, Kerstin Schusser, Lena Stötzel, Sebastian Thiele, Martina Krist (Fundusverwalterin) • Requisite: Uwe Schwalbe (Leiter), Bernd Wünsche (Werkstatt), Uwe Zitterbart (Assistent) • Ton: Tobias Busch (Tonmeister) • Beleuchtung & Pyrotechnik: Thomas Ködel (Leiter), Andreas Lucas (Beleuchtungsmeister), Jürgen Dietl, Markus Kausler, Stefan Pfliegensdörfer, Roland Schuster •Bühnenbetrieb: Reinhard Werner (Vorarbeiter), Johann Geiger, Sergej Raider, Ralf Schenk, Karl Schmidt, Ralf Winklmüller • Technische Leitung: Jörg Brombacher

Die Dekoration wurde im Bauhof der Stadt Wunsiedel gebaut.

 

Wir bedanken uns bei Frau Äbtissin M. Laetitia Fech von der Cistercienserinnen-Abtei Waldsassen, beim Bayerischen Staatsschauspiel für die Leihgaben von Dekorationsteilen aus der legendären Original-Ausstattung sowie bei Herrn Pfarrer Günter Vogl von der kath. Gemeinde „Zu den zwölf Aposteln“ und beim Landratsamt Wunsiedel.

 

Aufführungsrechte beim Autor • Wiederaufnahme-Premiere am 15. Juli 2010

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