Musical nach Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ von Sam & Bella Spewack • Musik: Cole Porter
Lilli Vanessi / Katharina: Gudrun Schade
Fred Graham / Petruchio: Rainhard Fendrich / Axel Herrig
Anne Lane / Bianca: Ina Nadine Wagler
Bill Calhoun / Lucentio: Kai Bronisch
Harry Trevor / Baptista: Manfred Molitorisz
Hattie, Lilli Vanessis Garderobiere: Sissy Staudinger
Paul, Fred Grahams Garderobier / Hortensio, 2. Freier: Stephan Wapenhans
Harrison Howell: Frank Wünsche
Erster Ganove: Wolfgang Haubner
Zweiter Ganove: Gerry Hungbauer
Ralph, Inspizient / Gremio, 1. Freier: Mario Mariano
Pförtner / Pfarrer: Uwe Schwalbe
Regieassistentin: Luzie Lohmeyer
Tanzensemble: Sophie Blümel, Susanna Kratsch, Kerstin Löcker, Barbara Schmid • Thorsten Kugler, Korbinian Reile, Walter Spanny, Christian Zmek
Bühnenarbeiter, Krankenschwestern, Meßdiener: Antonia Morgenroth, Miriam Krist, Corinna Lange • Frank Fischer, Johannes Kappauf, Jonathan Müller, Dominik Rasp, Holger Schieweg
Musiker: Wolfgang Fellinger, Stephan Först, Christian Frank, Martin Grünzweig, Matthias Klausberger, Hans Lassnig, Markus Leinholz, Klaus Lippitsch, Primus Sitter, Heimo Trixner
Musikalische Leitung: Herwig Gratzer • Regie: Karl Absenger • Choreographie: Rosita Steinhauser • Bühne & Kostüme: Thomas Pekny
Regieassistenz: Luzie Lohmeyer • choreographische Assistenz: Christian Zmek • Korrepetition: Bernd Leichtfried • Hospitanz: Tomas Fuchs • Inspizienz: Dietmar Irmer • Souffleuse: Christa Guck • Maske: Sabine Tanriyiöver (Chefmaskenbildnerin), Andrea Dorn, Anja Ott, Michael Werner (Praktikant) • Kostümabteilung: Heide Schiffer-El Fouly (Leitung), Günther Biank (Herrengewandmeister), Sabine Kastner (Damengewandmeisterin), Anja Müller (Kostümassistentin), Gizella Koppany, Tanja Künzel, Martina Krist (Fundusverwaltung), Berit Langer, Doreen Scheibe • Requisite: Uwe Schwalbe (Leitung), Bernd Wünsche, Corinna Lange (Assistenz) • Ton: Tobias Busch • Beleuchtung: Thomas Ködel (Leitung), Andreas Lucas (Meister), Jürgen Dietl, Willi Nowotny, Stefan Pfliegensdörfer, Roland Schuster • Technische Leitung: Werner Moritz • Bühnentechnik: Anton Freundorfer (Teamverantwortlicher), Wolfgang Bienfang, Romuald Dembinski, Robert König, Hans Lamla, Michael Milzarek, Gerhard Nelkel, Stefan Prechtl, Karl-Heinz Schmid, Ralf Sommerer, Robert Strohschein, Dieter Thiem, Thomas Tretter, Ralf Winklmüller • techn. Hilfskräfte: Roland Goller, Wolfgang Hegner, Reinhard Werner
Die Dekoration wurde vom Städtischen Bauhof Wunsiedel hergestellt.
Aufführungsrechte beim Verlag Felix Bloch Erben, Berlin Premiere: 23. Juni 2006
Shakespeares Komödie „Der Widerspenstigen Zähmung" erzählt von Petruchio, dem Prototyp des Mannes oder „Machos", der sich in Padua „reich beweiben" will. Die Chancen stehen gut, da der reiche Edelmann Baptista seine beiden Töchter verheiraten will vor allem die ältere, Katharina. Sie gilt als zänkisch, widerspenstig, böse, weil sie die Freier schon reihenweise weggejagt hat. Das genaue Gegenteil von ihr ist ihre jüngere Schwester Bianca, hübsch, lieb, ein echtes „Blondchen" und dementsprechend umworben. Doch der Vater hat bestimmt, daß der Reihe nach geheiratet wird. So ruhen viele Hoffnungen auf Petruchio, der sich an Katharina heranwagt und sie "zähmt" sprich, die beiden raufen sich im wahrsten Sinne des Wortes zusammen.
Shakespeares These gab seit eh und je zu Diskussionen Anlaß, und genau dies reizte die Autoren, eingedenk der immer mitschwingenden Dualität von Sein und Schein auf dem Theater, den Konflikt parallel zum Stück in einer heutigen, privaten Hinterbühnengeschichte durchzuspielen: Fred Graham, der Regisseur und Produzent einer Tournee-Produktion von Shakespeares Komödie, spielt selbst den Petruchio. Seine Bühnen-Partnerin, die Darstellerin der Katharina, Lilli Vanessi, ist pikanterweise seine Ex-Ehefrau. Lillis Herz hängt immer noch an Fred, der jedoch die junge, hübsche Darstellerin der Bianca, Ann Lane, umwirbt. Zur Premiere schickt Fred Ann einen Blumenstrauß, geschmackvollerweise genauso zusammengestellt wie einstmals Lillis Brautstrauß, der aber irrtümlich nicht in Anns Garderobe, sondern in der von Lilli landet. Fred läßt Lilli, die die beigepackte Karte (an Ann) vor lauter Freude nicht gleich findet und liest, in dem Glauben an eine Versöhnung und versucht zumindest zu verhindern, daß Lilli sie vor dem Ende der Vorstellung liest.
Es kommt, wie es kommen muß, nämlich zum Eklat während der Aufführung. Nachdem beide auf der Bühne aus der Rolle fallen, wird die Auseinandersetzung zwischen Katharina und Petruchio zu einer handgreiflichen und höchst privaten zwischen Lilli und Fred. Lilli weigert sich daraufhin, die Vorstellung zu Ende zu spielen. Nur hat sie im wahrsten Sinne des Wortes „die Rechnung“ ohne die Ganoven gemacht, die nur zu „ihrem" Geld kommen, wenn die Eintrittsgelder nicht zurückgezahlt werden müssen.
Diese Ganoven sind kurz vor dem Beginn der Premiere in Freds Garderobe gekommen und fordern sehr massiv die sofortige Begleichung der Spielschulden, die Anns Freund Bill gemacht und mit einem Schuldschein auf den Namen von Fred „beglichen" hat. Fred sieht das Ganze zunächst einmal gelassen, ist er doch davon überzeugt, daß es sich um einen Irrtum handelt. Die Ganoven sind da anderer Ansicht...
„Kiss me Kate!“ zeigt nach dem Motto „Schlag’ nach bei Shakespeare“ schwungvoll und unterhaltsam, wie nahe Dichtung und Wahrheit nebeneinanderliegen können. Shakespeares Geschichte von Petruchio, der um die zänkische, widerspenstige Kate wirbt, weil er sich „reich beweiben" will, und weil ihn gerade das „Emanzipierte" an ihr reizt, spielt sich in dem Musical während einer „Aufführung" von „Der Widerspenstigen Zähmung" noch einmal „hinter der Bühne" zwischen den „Darstellern" ab. Eines der besten und berühmtesten Musicals, das durchsetzt ist mit „Ohrwürmern“, wie „Premierenfieber“, „Ich will mich reich beweiben“ oder „Kampf dem Mann!“, „Wunderbar...".
„... schwungvolle Saisoneröffnung ... Das Publikum, zwischen dessen Reihen sich die Akteure oft tummeln, freut sich, klatscht viel, jubelt am Ende. Ein Erfolg, schön und verdient.... Das Timing passt, die Stunden (zwei sind’s) fliegen...." (Frankenpost)
„Publikum begeistert ... Über den Mangel an Schwung und an so launig wie präzise servierten Songs kann sich also niemand beklagen...." (Nordbayerischer Kurier)
„... Jubel und Applaus von 1800 Zuschauern ... für „Kate" Gudrun Schade, „Bianca" Ina Nadine Wagler und den „Austropop-Barden" Rainhard Fendrich als umwerfend raffinierten Petruchio. Der Start in die dritte Spielzeit unter Intendant Michael Lerchenberg glückte glänzend... Zwei Stunden vergehen „beswingt" wie im Flug..." (Der Neue Tag")