| Familienstück nach dem gleichnamigen Kinderbuch Dass die Geschichte von der "Kleinen Hexe" zu den bekanntesten und erfolgreichsten neueren Märchen zählt, liegt sicher nicht nur an den beiden Sympathiefiguren, der Kleinen Hexe und ihrem Freund und "Berater", dem Raben Abraxas, sondern auch daran, dass die Titelfigur eine schwierige kindliche Situation "durchlebt": Die kleine Hexe ist erst 127 Jahre alt und darf wegen dieses für Hexen noch sehr jugendlichen Alters nicht beim Hexentanz in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg mittanzen. Sie müsse noch viel lernen, heißt es. Kindern (und kleinen Hexen) fällt es aber sehr schwer einzusehen, dass sie viel lernen müssen, bis sie auch "groß" sind. Vor allem dauert das sooo entsetzlich lange! Und schließlich beurteilen wieder einmal die Erwachsenen, was richtig und falsch ist. In unserem Fall passiert dies bei der Prüfung vor dem Hexenrat. Die wäre nicht einmal das Problem, denn die kleine Hexe lernt schnell, eine gute Hexe zu sein. Sie hext viel (mit mancher Panne), hilft da und dort und tut dabei viel Gutes. Das wird von der Muhme Rumpumpel beobachtet und haarklein vor dem Hexenrat berichtet zu dessen großem Entsetzen, denn die kleine Hexe hat alles falsch gemacht: Eine "gute" Hexe muss, dem Hexenbrauch entsprechend, dazwischenzaubern, "Böses" tun. So geht es in dem munteren, abwechslungsreichen, spannenden und kindgerechten Theaterspiel um nicht mehr und nicht weniger als um gut und böse. Gibt es ein Thema, das unser Leben mehr bestimmt? | | |
| Im Anschluss an die Vorstellung gibt es wieder ein theaterpädagogisches Zusatzprogramm. Es handelt sich um eine spielpraktische, interaktive Tour durch das Felsenlabyrinth, bei der sich die Teilnehmer aktiv dem Inhalt und den Figuren nähern werden. Ziel und Höhepunkt wird ein Hexentanz sein, bei dem kleine Hexen mitmachen dürfen, weil weder Walpurgisnacht ist, noch wir auf dem Blocksberg sind! (Gegen einen Kostenbeitrag und nur nach vorheriger Terminabsprache und Anmeldung unter Mobil-Tel. 01578-4037887) | | |