Alfred Schedl

Alfred Schedl wurde im Burgenland geboren. Gleich nach der Matura ging er nach Wien, in die "Hauptstadt des Theaters", und beim Theater ist er dann schließlich auch nach einigem Suchen gelandet. In dieser Zeit wurde viel über die Position des Theaters in der Gesellschaft diskutiert ­ und es wurden auch Theater gegründet, die versucht haben, das bürgerliche Theater mit seinen eingefahrenen Strukturen zu hinterfragen. Unter diesen Theatern war auch die GRUPPE 80, zu deren Gründern Schedl gehörte. In einem Vorstadt-Gasthof in Wien-Hernals wurde das klassische Wiener Volkstheater wiederbelebt mit Nestroys "Talisman", "Einen Jux will er sich machen" oder Horváths "Der jüngste Tag". Die GRUPPE 80 wurde damit mehrfach eingeladen und reiste durch die Schweiz, Italien, Slowenien und Deutschland.

Schedl spielt seit 1992 auf der Luisenburg und spielt leidenschaftlich gerne im Kinderstück - so auch in der Saison 2005 in "Robin Hood", 2006 in "Pippi Langstrumpf". 2007 war er der von den Kindern geliebte Pettersson, und 2008 spielt er den Räuber Hotzenplotz! Und er repräsentiert natürlich auch hier den Volkstheaterschauspieler Wiener Prägung u.a. in Nestroys "Frühere Verhältnisse“, Anzengrubers "G'wissenswurm“, Horváths "Geschichten aus dem Wienerwald"­ und in "Die Geierwally", "Der Wittiber" sowie 2008 den Vater Lindmoser in "Zwölfeläuten". 2009 spielte er die Titelrolle des Brandner Kaspar ­ und selbstverständlich in der Wiederaufnahme 2010 auch wieder.

Aber natürlich war er auch in anderen Rollen und Stücken zu erleben wie z.B. in Enzensbergers "Untergang der Titanic".