Michael Lerchenberg

Michael Lerchenberg wurde in Dachau geboren, studierte in München Theaterwissenschaft, Germanistik und Geschichte und wurde dazu 1977 in den laufenden Jahrgang der renommierten Otto-Falckenberg-Schule als Schauspielstudent aufgenommen.

Seine vielfältige Bühnenlaufbahn führte ihn u.a. ans Deutsche Theater Göttingen, zu den Bad Hersfelder Festspielen, den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel, an die Städtischen Bühnen Osnabrück, die Hamburger Kammerspiele, ans Münchner Volkstheater, ans Bayerische Staatsschauspiel und ans Staatstheater am Gärtnerplatz, an das Alte Schauspielhaus in Stuttgart, an das Metropoltheater Berlin und die Vereinigten Bühnen Graz.

Durch zahlreiche TV-Hauptrollen ist Lerchenberg einem breiten Publikum bekannt. So wirkte er mit in "Münchner Freiheit", "Tatort", "Löwengrube", "Russige Zeiten", "Café Meineid", "Ein Bayer auf Rügen", "Der Bulle von Tölz", "Die Unzertrennlichen" u.v.m.

Zu seiner populärsten Rolle verhalf Lerchenberg eine Idee, die vor vielen Jahren in Wunsiedel geboren wurde: Als junger Schauspieler war er in der Rolle eines aufstrebenden Juristen in Thomas "Lokalbahn" einem jungen, aufstrebenden Juristen namens Edmund Stoiber, der gerade damals in der Politik von sich reden machte, so ähnlich, daß Lerchenberg aufgefordert wurde, ihn beim "Derblecken" auf dem Nockherberg zu "doubeln". Der Jurist machte eine steile politische Karriere und wurde bayerischer Ministerpräsident.

 

Auch als Regisseur ist der vielseitige Künstler erfolgreich. So inszenierte er u.a. Werke von Ringsgwandl, Karl Valentin, Carl Orff und Heinrich von Kleist. Als Dozent der Bayerischen Theaterakademie August Everding unterrichtete er in den Fachbereichen Improvisation und Rollenspiel und leitet seit 2001 die Sommerakademie für bairisches Volksschauspiel. Mit der Saison 2004 übernahm er die Intendanz der Luisenburg-Festpiele Wunsiedel.

In der ersten Saison seiner Luisenburg-Intendanz inszenierte Lerchenberg die Shakespeare-Komödie "Wie es Euch gefällt". In der Saison 2005 führte er bei der von Felix Mitterer eigens für die Felsenbühne bearbeiteten "Geierwally" Regie und lockte damit so viele Besucher an, daß die Besucherzahl knapp unter der absoluten Rekordmarke lag. In der Saison 2006 kehrte Lerchenberg nach über 25 Jahren in der Titelrolle des "Wittiber" auch wieder als Schauspieler zwischen die Felsen der Luisenburg zurück. 2007 inszenierte er Orffs "Die Bernauerin", in der er selbst schon den Herzog gespielt hat, und 2008 folgte das Schelmenstück "Zwölfeläuten". Für diese Inszenierung wurde Lerchenberg zusammen mit Gerd Lohmeyer als Jogl mit der tz-Rose ausgezeichnet.

In der Saison 2009 spielt Lerchenberg den Boandlkramer in seiner Inszenierung des "Brandner Kaspar": Auch dafür wurde er als Regisseur und Darsteller zusammen mit dem Ensemble mit der tz-Rose ausgezeichnet.