| Rudolf Waldemar Brem Rudolf W. Brems Lebenslauf liest sich wie ein spannendes Stück Theatergeschichte des bundesdeutschen Theaters nach 1968. Nach dem Abitur am Münchner Rupprecht-Gymnasium, dem Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und dem Schauspielstudium an der Otto-Falckenberg-Schule war Brem mit Peer Raben am Action-Theater engagiert, gründete mit Rainer Werner Faßbinder das antitheater, war in der Ära Hübner am Bremer Theater engagiert, mit Horst Zankl und Claus Peymann am Schauspielhaus Hamburg, in der Ära Zadek am Schauspielhaus Bochum, am Theater der Jugend und den Münchner Kammerspielen und spielte u.a. unter Klaus Weise, am Münchner Volkstheater bei Ruth Drexel und bei Christian Stückl. Seit 2001 gehört er dem Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels an und war bzw. ist in Inszenierungen von Elmar Goerden, Thomas Langhoff und Dieter Dorn zu sehen. Natürlich wirkte Brem in den meisten Filmen von Rainer Werner Faßbinder mit, in "Baal" von Volker Schlöndorff, "Der Pott" von Peter Zadek, "Ein Vogel bin ich" von Tom Toelle, in einigen Filmen von Ulli Lommel und zuletzt in "Oktoberfest" in der Regie von Johannes Brunner. In einem Beitrag der Zeitschrift epd Film (4/10) über Ulli Lommel wird Brem treffend als "einer der ganz großen deutschen Charakterdarsteller, ein experimenteller Volksschauspieler" beschrieben. Bei den Luisenburg-Festspielen spielte Rudolf W. Brem 2007 in "Die Bernauerin" und "Die 3 Musketiere" bis zu seinem Fahrradunfall, den er glücklicherweise ohne bleibende Schäden überlebte. Jetzt kommt Brem wieder als alter Danner in "Tannöd". | |